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BLKÖ:Lobkowitz, Joseph Franz Karl Fürst

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 15 (1866), ab Seite: 325. (Quelle)
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28. Joseph Franz Karl Fürst L. (geb. 17. Februar 1803), von der älteren fürstlichen Linie; der dritte Sohn des Fürsten Joseph Franz Max [s. d. S. 345] aus dessen Ehe mit Maria Karolina Fürstin Schwarzenberg. Der Fürst trat jung in die kaiserliche Armee, war im Jahre 1833 Major im Huszaren-Regimente Nr. 9, 1835 Oberstlieutenant im Regimente und wurde im folgenden Jahre Oberst und Commandant des Chevauxlegers-Regiments Nr. 5. Im Jahre 1844 zum General-Major befördert, erhielt er eine Brigade in Prag, wurde 1848 Generaladjutant Sr. Majestät des Kaisers und Vorsteher der inneren Kammer, am 21. Jänner 1852 Feldmarschall-Lieutenant, Divisionär im 11. Armeecorps zu Stuhlweißenburg und zweiter Inhaber des 4. Kürassier-Regiments. War dann einige Zeit Obersthofmeister Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth, darauf General-Remontirungs-Inspector und trat als General der Cavallerie außer Activität. Der Fürst ist Commandeur des österr. Leopold-Ordens und von Rußland, Preußen, Sachsen, Hessen und Toscana mit Decorationen ausgezeichnet. Er lebt zur Zeit auf seinen Gütern in Böhmen. Der Fürst ist zum zweiten Male vermält. Seine erste Gemalin, Antonia Gräfin Kinsky (ihm vermält am 20. August 1835), starb schon wenige Monate nach ihrer Heirath (am 31. December 1835); seine zweite Gemalin, Maria Sidonia Prinzessin Lobkowitz (von der jüngeren fürstlichen Linie und ihm vermält am 11. Mai 1848), gebar ihm sieben Kinder, und zwar drei Söhne und vier Töchter [vergl. die Stammtafel]. [Porträt. Gemalt von Otto Stotz, lithogr. von Kollarz (Wien, Artistische Anstalt von Reiffenstein u. Rösch, Halb-Fol.).] –