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BLKÖ:Leithner, Franz Edler von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Leithner, Eduard
Band: 14 (1865), ab Seite: 340. (Quelle)
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2. Franz Edler von Leithner (k. k. Oberst, geb. zu Wien im Jahre 1805), trat im Jahre 1820 zu dem Regimente Großherzog von Baden Nr. 59, aus dem Regiments-Erziehungshause als Ex propriis-Gemeiner ein, wurde am 23. October 1830 zum Unter-, am 12. Mai 1833 zum Oberlieutenant, am 16. Juli 1843 zum Capitänlieutenant, am 30. December 1845 zum wirklichen Hauptmann und am 28. Juli 1849 zum Major befördert. Zur Zeit lebt er als Oberst im Ruhestand zu Salzburg. Im Jahre 1848 hat L. den Feldzug [341] in Südtirol und in Italien, dann die Ereignisse bei Wien, im Jahre 1848/49 den Feldzug in Ungarn mitgemacht und den Gefechten bei Malé, Cisano, auf dem Monte Baldo (11. Juni), bei Spiazzi (am 18. Juni 1848), ferner bei Ferrara und Rivoli, der Cernirung und Beschießung von Peschiera, der Cernirung von Wien, den Schlachten bei Schwechat, Kapolna und Komorn beigewohnt. Für sein tapferes Verhalten bei Cisano und bei Spiazzi ward ihm am 27. Februar 1849 die Allerh. Zufriedenheit zu erkennen gegeben und er mit dem Verdienstkreuze ausgezeichnet. Hauptmann L. war es auch, der als Commandant der Grenadier-Division Baden am Morgen des 7. October 1848, nach Erkrankung des rangsältesten Hauptmanns, das Commando der durch die Ereignisse des 6. Octobers von der Wiener Garnison getrennten Abtheilung des Grenadier-Bataillons Richter, bestehend aus 9 Oberofficieren und 500 Unterofficieren und Grenadieren mit der Fahne, übernahm und diese Abtheilung nach Ueberwindung nicht geringer Schwierigkeiten[WS 1] der im Schwarzenbergischen Garten aufgestellten Wiener Garnison vollzählig zuführte. In Anerkennung[WS 2] seiner 35jährigen ausgezeichneten Dienstzeit wurde L. im Jahre 1856 mit dem Ehrenworte Edler von in den österreichischen Adelstand erhoben. [Adelstands-Diplom vom 25. Juni 1856. – Wappen. Gevierteter Schild. 1 u. 4: in Silber ein aus dem Fußrande ragender blauer Felsenberg; 2 u. 3: von Roth über Gold quergetheilt, zeigt oben einen wachsenden vorwärtssehenden silbernen Löwen mit Doppelschweif, unten einen achtspitzigen blauen Stern. Auf dem Schilde ruht ein gekrönter Turnierhelm, aus dessen Krone ein vorwärtsgekehrter geharnischter Mann mit offenem Visir, grüner, von der linken Achsel zur rechten Hüfte herabhängender Feldbinde, emporwächst, in der bloßen rechten Hand schwingt er einen Morgenstern über sich, die Linke hält einen ehernen Nabelschild neben seiner Brust. Die Helmdecken sind rechts blau mit Silber, links roth mit Gold belegt.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Schierigkeiten.
  2. Vorlage: Anerkenung.