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BLKÖ:Landsmann, Michael

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Landriani, Paul
Band: 14 (1865), ab Seite: 80. (Quelle)
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Landsmann, Michael, mit dem Klosternamen David (Benedictiner und [81] Pädagog, geb. zu Wien 21. Juni 1781, gest. zu Kremsmünster 1. Juli 1853). Trat in das Benedictinerstift zu Kremsmünster, in welchem er im Jahre 1802 das Ordensgelübde ablegte, den Klosternamen David annahm und 1804 die h. Weihen erhielt. Er wurde nun im Lehramte verwendet und wirkte über 30 Jahre als Religionslehrer am Gymnasium mit fruchtbarem Erfolge. Besonders thätig war er für Gründung und Aufrechthaltung einer guten Disciplin; dann bewirkte er die Errichtung einer Zeichenschule, und erwarb sich ein bleibendes Andenken durch Stiftung des Wohlthätigkeitsvereins für dürftige Studirende. Auch als pädagogischer Schriftsteller thätig, schrieb er das „Handbuch der Religionsgeschichte des alten und neuen Bundes“ (Wien 1813, Gerold, 8°.), hatte aber früher bereits, 1808[WS 1], einen Entwurf des planmäßigen Religionsunterrichtes für Gymnasien vorgelegt, der sich von Seite der Studienhofcommission in Wien einer beifälligen Würdigung zu erfreuen hatte. Noch gab L. heraus: „Gesänge zur öffentlichen Gottesverehrung der studirenden Jugend“ (Linz 1807, und neue Auflagen 1813, 1823, 1841, 8°.), wozu er Texte und Melodien mit großem Eifer und vieler Mühe selbst gesammelt. Während seines Lehramtes war L. auch mehrere Jahre hindurch, 1812–1819, Präfect des Museums, d. i. eines Bildungsseminars für arme, mit Talent für Gesang und Musik begabte Knaben, das die eigentliche Pflanzschule für die Geistlichkeit des Klosters bildet. Das verdienstvolle Wirken L.’s wurde nach einer dreißigjährigen Thätigkeit im Lehramte 1836 durch Verleihung der großen goldenen Civil-Verdienstmedaille anerkannt. Nun trat L. in die Seelsorge über, wurde 1837 Pfarrvicar zu Buchkirchen und kam als solcher 1841 in das Stift Kremsmünster, wo er im Alter von 73 Jahren starb.

Hagn (Theodorich), Das Wirken der Benedictiner-Abtei Kremsmünster für Wissenschaft, Kunst und Jugendbildung (Linz 1848, Quirin Haslinger, 8°.) S. 79, 82, 115, 191, 192, 193, 222, 231 u. 316. – Handschriftliche Notizen des h. P. Amand Baumgarten, dem Herausgeber mehrere schätzbare Mittheilungen bereits verdankt. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1818.