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BLKÖ:Lancedelly, Joseph (Vater)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Lanzedelly, Karl
Band: 14 (1865), ab Seite: 63. (Quelle)
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Lancedelly, Joseph (Zeichner und Lithograph, geb. zu Ampezzo in Süd-Tirol im Jahre 1774, gest. zu Wien 13. Juni 1832). Sohn unbemittelter Eltern, zeigte in früher Jugend Talent für die Kunst, in der er sich auch ausbildete. Er ging zuerst nach Venedig, wo er die Akademie der schönen Künste besuchte. Nachdem er dort einige Jahre fleißig gearbeitet, begab er sich nach Wien, wo er seine Kunststudien mit Erfolg fortsetzte und sich einer der Ersten der damals eben erfundenen Lithographie zuwendete. L. war ein fertiger Zeichner und hat für einige Wiener Kunsthandlungen, insbesondere für Tranquillo Molo manches Blatt, worin sich ein nettes Talent bekundet, geliefert. Von dergleichen Blättern sind anzuführen: „Darstellungen gesellschaftlicher Spiele“, 6 Blätter kl. Qu. Fol., und zwar: „Die Karten“; – „Das Schach“; – „Das Billard“; – „Die Kegel“; – „Das Allamara“ und „Der Drehwürfel“; – dann „Wiener Scenen“, 12 Blätter gr. Qu. Fol., sie sind sämmtlich von ihm gezeichnet und theils von ihm, theils von Papin lithographirt; – „Die Vorbereitung“ und „Der Erfolg“, 2 Blätter gr. Qu. Fol., beide von ihm gezeichnet und lithographirt; – „Das Liebhaber-Concert“, Qu. Fol., von ihm gezeichnet, von J. Böhm in Aquatinta geätzt; – „Der geweckte Schläfer“; – „Das fatale Brennglas“, Qu. Fol., von ihm gezeichnet, von J. Böhm in Aquatinta geätzt. Auch einige Porträte sind von ihm bekannt: „Prinz Franz X. Hohenzollern“; – „Fürst-Erzbischof Sigmund Hohenwart“; [64] – „Die Schauspielerin Stich“ (nachmalige Crelinger); – „Die Sängerin Borgondio“ u. A. –