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BLKÖ:Lamberg, Sigismund Freiherr von (bis 1488)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Lamberg, Rupert Graf
Band: 14 (1865), ab Seite: 37. (Quelle)
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42. Sigismund Freiherr von L. (gest. zu Laibach 8. Juni 1488), von der Krainischen Hauptlinie; ein Sohn Georg’s [Nr. 10] und Enkel Wilhelm’s (II.). Einer seiner Brüder ist Kaspar [Nr. 34], der Entdecker des Quecksilberbergwerkes von Idria. Nachdem Sigismund die theologischen Studien beendet, wurde er Pfarrer zu St. Martin in Krainburg, ging dann nach Wien, wo er von Kaiser Friedrich III. (IV.) zum Hofcaplan ernannt wurde. In Wien befreundete er sich mit dem berühmten Aeneas Sylvius, nachmaligen Papste Pius II., und wurde von diesem, als er Papst geworden, zum Bischof erhoben und ihm das von Kaiser Friedrich im Jahre 1461 wieder hergestellte Bisthum zu Laibach verliehen. Unter ihm schon wurde das Laibacher Bisthum von der Gewalt des Patriarchen zu Aquileja und des Erzbischofs von Salzburg entbunden. Auf ihn auch fiel die Wahl, den Kreuzzug gegen die Türken zu predigen, welche seit Constantinopels Eroberung immer gewaltiger sich erhebend, ganz Europa mit ihrer Macht bedrohten und erzittern machten. Als Sigismund starb, wurde er im Laibacher Dom beigesetzt. Als etwa 200 Jahre später, 1678, das Grab in der Domkirche geöffnet wurde, fand sich sein Leichnam, wie Valvasor meldet, fast noch unversehrt und auch die bischöflichen Gewänder, mit denen er bekleidet war, waren wohlerhalten. [Laibacher Zeitung 1861, Nr. 28, S. 1123, in dem von dem Secretär des historischen Vereins für Krain gehaltenen Vortrage über die Schicksale und die Bedeutung des Laibacher Bisthums.] –