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BLKÖ:Kovács, Nikolaus von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 13 (1865), ab Seite: 84. (Quelle)
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18. Nikolaus von Kovács (gest. um das Jahr 1856), katholischer Bischof Siebenbürgens. Ueber den Lebenslauf dieses hochsinnigen edlen Kirchenfürsten, der durch seine Stiftungen bei Lebzeiten, wie durch seine letztwilligen Anordnungen sich ein bleibendes Gedächtniß selbst gestiftet hat, ist mir Näheres zu erkunden leider nicht gelungen. Bei seinen Lebzeiten ließ er im Jahre 1833 zu Tüs in Siebenbürgen eine Kirche erbauen, die er auch sonst vollständig dotirte; zu Kezdivasarhely errichtete er im dortigen Erziehungshause eine Stiftung von 10.000 fl. für zwei junge, dem Militärstande sich widmende Szekler; zu Karlsburg stiftete er ein Seminar, dotirte zwei Professuren der Philosophie mit einem Capital von 25.000 fl.; hinterlegte im Mädcheninstitute der Nonnen zu Hermannstadt ein Capital von 6250 fl. W. W., von dessen Interessen ein Szeklermädchen zu erziehen ist. Ungleich reicher sind aber seine letztwilligen Verfügungen, aus denen nachstehende hervorgehoben werden mögen: für einen Schüler am Gymnasium zu Csiksomlyo stiftete er 1200 fl.; zur Verbesserung der Gehalte zweier Professoren der Philosophie zu Karlsburg 3400 fl.; für die Zöglinge des dortigen Seminars 6400 fl.; zur Gehaltaufbesserung der Professoren der Theologie 9200 fl.; zur Heranbildung von Theologen am Seminar 1200 fl.; zur Beischaffung von Büchern für wissenschaftlich gebildete Seelsorger 1200 fl.; zur Erziehung eines Waisenknaben im Hermannstädter Waisenhause 1200 fl.; für die in Hermannstadt studirenden Stiftlinge zur Fortsetzung ihrer Studien 1200 fl.; dem Fonde der Elementarschulen verschrieb er 2000 fl. [Ehrentempel der katholischen Geistlichen (Wien 1845, J. Dirnböck, 8°.) S. 160. – Brünner Zeitung 1856, Nr. 292. – Magyar Futár, Jahrg. 1856, theilt die testamentarisch vermachten Stiftungen des Bischofs in 41 Puncten mit.] –