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BLKÖ:Koníř (Naturdichter)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Konicz, Thaddäus
Band: 12 (1864), ab Seite: 415. (Quelle)
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Koníř, ... (čechischer Naturdichter). Waldau in seiner literarhistorischen Studie „Böhmische Naturdichter“ gedenkt unter Anderen auch eines Naturdichters Koníř (sprich Konirsch), der Schulze in dem Dorfe Vystrkor bei Pardubitz gewesen ist. Er hatte die Eigenheit, nur zu Pferde seine Lieder zu dichten, oder besser zu improvisiren, Niemand aber konnte ihn dazu bewegen, diese Lieder niederzuschreiben. Sie fanden also nur dann eine Verbreitung, wenn Jemand so glücklich war, sich dieselben gleich nach dem ersten Vorträge zu merken. Aus dieser Ursache hat sich auch nur sehr Weniges für eine spätere Zeit erhalten. Waldau theilt eine schöne Probe aus seinen Dichtungen mit. Wann K. gelebt, gibt Waldau nicht an, doch möchte die zweite Hälfte des vorigen und der Anfang des laufenden Jahrhunderts seine Zeit gewesen sein.

Waldau (Alfred), Böhmische Naturdichter. Literarhistorische Studien (Prag 1860, Geržabek, kl. 8°.) S. 47 u. 48.