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BLKÖ:Klebelsberg, Wilhelm Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 12 (1864), ab Seite: 31. (Quelle)
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6. Wilhelm Graf K. (geb. zu Madierbelky in Siebenbürgen am 15. Juni 1765, gest. im Mai 1852), Sohn des Grafen Wenzel K., k. k. Rittmeisters (gest. 26. Februar 1814), aus dessen Ehe mit Maria Elisabeth geb. Collard von Metzker. 17 Jahre alt, trat er in die kais. Armee, focht bei Valenciennes, Cambray, vor La Quesnoi, bei Rouvroy, wo er verwundet wurde, dann unter Clerfait in Flandern, wo ihm eine Kugel den Fuß durchbohrte, dann bei Hohenlinden, wo er abermals schwer verwundet ward und seiner Wunden wegen 1805, nach 23 Dienstjahren, mit Majorscharakter in Pension trat. Als aber der Krieg im Jahre 1809 wieder begann, litt es ihn nicht länger und er trat wieder in die Reihen des Heeres und wohnte den Schlachten bei Aspern, Deutsch-Wagram und Znaim bei. Für sein wackeres Verhalten erhielt er am 1. Juni 1810 das Ritterkreuz des Leopold-Ordens. Noch machte er die Feldzüge der Jahre 1813 und 1814 gegen Frankreich mit, und war er der Erste, durch den die Reorganisirung der Landwehr-Bataillone in’s Leben trat und welche er bei dem Infanterie-Regimente Erzherzog Rainer selbst vornahm. Nach 50jähriger Dienstzeit trat er im Juni 1831 in den Ruhestand, den er noch volle 31 Jahre genoß und als Greis von 88 Jahren zu Prag verschied. [Oesterreichischer Soldatenfreund. Zeitschrift für militärische Interessen (Wien, gr. 4°.) V. Jahrg. (1852), Nr. 69, S. 289. – Wappen. Gevierteter Schild mit Herzschild. 1 u. 4: in Silber drei schrägrechte rothe Balken; 2 u. 3: in Roth ein schrägrechter silberner Balken, in welchem hintereinander drei rothe Pfeile mit zerbrochenen Schäften liegen. Herzschild. Senkrecht getheilt; rechts in Roth auf dem Grunde zwei mit einem weißen Kopfbund bedeckte Türkenköpfe, auf welchen mit beiden Füßen ein links gekehrter, zum Sprunge bereiter silberner Greif mit geschwungenen Flügeln, ausgeschlagener rother Zunge und unter den Füßen gewundenem Schweife steht; links in Gold auf grünem Hügel zwei dreiblättrige grüne Blätter, die mit ihren sich kreuzenden Stengeln gegen einander gebogen sind. Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, auf welcher sich drei gekrönte Turnierhelme erheben. Aus der Krone des rechten Helms wächst der links gekehrte silberne, in den vorderen Krallen zwei Türkenköpfe haltende Greif aus dem rechten Felde des Herzschildes; aus der Krone des mittleren Helms erhebt sich zwischen zwei mit den Sachsen nach innen gekehrten, mitten quer, und zwar rechts oben golden, unten schwarz, links oben roth, unten silbern abgetheilten Adlerflügen eine Jungfrau mit wallenden goldenen Haaren, goldener Krone auf dem Haupte, ohne Arme und Füße, in langem rothen Rocke, mit einer ungarischen Binde um die Hüften; auf der Krone des linken Helms erheben sich drei Pfeile, und zwar einer senkrecht über zwei sich kreuzende, alle mit nach oben gerichteten Spitzen gestellt. (Die Wappenbeschreibung im Diplome erwähnt nichts von einem rothen Bande, mit welchem diese drei in Form eines Andreaskreuzes gelegten Pfeile zusammengebunden sein sollen, [32] wie es in Kneschke’s Beschreibung dieses Wappens steht.) Helmdecken. Die der beiden äußeren Helme roth mit Silber, die des mittleren schwarz mit Gold.