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BLKÖ:Kis-Viczay, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kis, Stephan
Band: 11 (1864), ab Seite: 317. (Quelle)
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5. Joseph Kis-Viczay (geb. zu Kaschau 23. März 1746, gest. ebenda 5. April 1810). Ein durch seine Humanität und den Eifer zu helfen hochgeachteter und bleibender Erinnerung würdiger Arzt. Die unten in den Quellen verzeichnete Trauerrede des Predigers der evangel. deutschen Gemeinde zu Kaschau entwirft ein erhebendes Bild dieses Menschenfreundes, der, obgleich im Greisenalter stehend, nichtsdestoweniger zur Zeit einer verheerenden Seuche täglich über 80 Häuser, in denen sich Patienten schwerster Art befanden und die in den entlegensten Vorstädten gelegen waren, besuchte. Bei solcher aufopfernder Thätigkeit blieb ihm wohl keine Muße zu schriftstellerischen Arbeiten, für welche ihn gründliches Wissen, eine ausgedehnte Praxis und sonst reiche Erfahrung besonders befähigt hätten. Von ihm ist im Drucke nur vorhanden: „Dissertatio de lingua ut signo in morbis“ (Tyrnavia 1773). [Heckenast (Michael), Viczaj’s Todenfeier (sic). Eine Trauerrede, gehalten bei Gelegenheit der feyerlichen Beerdigung des verewigten allgemein verehrten Greises (Kaschau 1810, 19 S. 8°.). – Annalen der Literatur und [318] Kunst des In- und Auslandes (Wien, Doll, 8°.) Jahrg. 1810, Bd. 4, S. 345. – Vaterländische Blätter für den österreichische Kaiserstaat (Wien, 4°.) III. Jahrg. (1810 S. 194. – Horányi (Alexius), Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1776, A. Loewe, 8°.) Tom. II, p. 353.] –