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BLKÖ:Kinsky von Wchinitz und Tettau, Johann der Jüngere

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 11 (1864), ab Seite: 281. (Quelle)
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14. Johann K. (gest. 1599), auch Johann der Jüngere genannt, zum Unterschiede von seinem Vater, dem Karlsteiner Burggrafen, welcher als Johann der Aeltere erscheint. Johann war Kriegsoberster unter Erzherzog Maximilian und kämpfte im Jahre 1596 in Ungarn gegen die Türken. Mit seinem Freunde Wilhelm Trzka warf er sich mit 1000 Böhmen und 300 Wallonen in die Festung Erlau, welche er nach dreiwöchentlicher heldenmüthiger Belagerung endlich übergeben mußte. Die gefangen genommene, darauf freigegebene Besatzung wurde nach ihrem Abzuge von den ihr nacheilenden Türken zusammengehauen, Johann aber mit Trzka und mehreren anderen böhmischen Edlen nach Belgrad in’s Gefängniß abgeführt, wo Trzka in Folge erlittener Mißhandlungen auch bald starb, Johann aber so glücklich war, zu entfliehen. Jedoch wenige Jahre später fand er bei der Belagerung einer türkischen Festung (Wißgrill nennt Raab und das Jahr 1597) den Tod. [Folkmann, am bez. Orte, S. 40. Im Texte des Buches ist Johann’s Todestag auf den 8. Juni 1599 angesetzt, auf der Stammtafel sind aber seine Heirath mit einer Kapliř von Sulewić und sein Tod um ein ganzes Jahrhundert später, auf 1699 angesetzt.] –