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BLKÖ:Kerékjártó, Alois

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kerékgyárto, Arpád
Band: 11 (1864), ab Seite: 174. (Quelle)
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Kerékjártó, Alois (Schriftsteller, geb. zu Jaszbereny 1820). Sein Schriftstellername ist Arpád Kerékgyárto. Anfänglich im Elternhause erzogen, bezog er später die Hochschule in Pesth, wo er die juridischen Schulen beendete und das Advocatendiplom erhielt, später wurde er im Grundsteueramte angestellt. Unter Einem lag er historischen, vornehmlich aber culturhistorischen Studien ob, und betrat 1855 in der Zeitschrift: „Vasárnapi Ujság“ mit culturhistorischen Artikeln: „Schilderungen aus der Culturgeschichte des ungarischen Volkes“ (Nr. 26–33), das schriftstellerische Gebiet. Seitdem ist er mit manchen, die Kenntniß Ungarns von neuen Gesichtspuncten vermittelnden, theils selbstständig, theils in Journalen erschienenen Arbeiten aufgetreten. Von ersteren ist zu nennen: „Magyarország mivelő desenek története“, d. i. Ungarns Culturgeschichte (Pesth 1860, Pfeifer, 8°.), wovon bis 1860 5 Hefte erschienen sind, seit dieser Zeit ist aber kein neues Heft ausgegeben worden; ebenso scheint ein zweites, von dem Buchhändler Michael Magyar begonnenes und von Kerékjártó fortgesetztes Werk, betitelt: „Magyarók életrajzai. I szakasz: hajdankor-1600“, d. i. Biographien ungarischer Männer. I. Section: Alterthum bis 1600 (Pesth 1855, 8°.) in’s Stocken gerathen zu sein, denn seit dem 6. Hefte, in welchem die Namen bis Bebek reichen, ist nichts weiter erschienen. Von seinen, in periodischen Schriften zerstreut gedruckten Aufsätzen sind u. a. bemerkenswerth seine unter der stehenden Rubrik „Historischer Kalender“ im Magyar Néplap, d. i. Ungarisches Volksblatt, erschienenen volksthümlichen historischen Skizzen; ferner im ersten Jahrgang der (1855) zu Pesth herausgegebenen politischen [175] Zeitung „Ungarische Post“ eine Reihe von Aufsätzen, als: „Die Cultur Ungarns unter den Arpaden, der Handel, die Hebel, die Hindernisse der Volkswirthschaft“ u. s. w. (Nr. 41, 42, 46, 49, 56, 65, 92, 400, 126, 127, 137). Druckfertig hat er liegen eine mehrere Bände umfassende geschichtliche Darstellung der Entwickelung der ungarischen Verfassung.

Wurzbach von Tannenberg (Constantin), Bibliographisch-statistische Uebersicht der Literatur des österreichischen Kaiserstaates (Wien, Staatsdruckerei, gr. 8°.) III. Bericht (1855), S. 145, Marginal 4814 u. f.; S. 1042, Marginal 34.270. – Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészitő kötet, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, Gyurian, 8°.) S. 142.