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BLKÖ:Königsegg-Aulendorf, Johann Georg Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 12 (1864), ab Seite: 227. (Quelle)
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6. Johann Georg Graf K.-Aulendorf (geb. 1598, gest. 11. Februar 1666), Sohn Georg’s Freiherrn von K. aus dessen Ehe mit Kunigunde von Truchseß-Waldburg. Georg unternahm nach beendeten Studien Reisen und, von diesen rückgekehrt, trat er in die Dienste des Erzherzogs Ferdinand Karl, der ihn zu seinem Oberhofmeister und Landvogt in Schwaben bestellte. Nach des Erzherzogs Ferdinand Karl[WS 1] im Jahre 1662 erfolgten Tode behielt ihn sein Bruder und Nachfolger in Tirol, Erzherzog Sigismund Franz, in seinen Diensten und erhob ihn zu seinem Minister, Oberkammerherrn und Director des geheimen Rathes in Innsbruck. Johann Georg leitete ferner die Unterhandlungen betreffs der Ehe des Erzherzogs mit Hedwig Auguste Prinzessin von Pfalz-Sulzbach, vollzog auch als Gesandter am 3. Juni 1665 die Copulation, fand aber bei seiner Rückkunft den Erzherzog, vom Schlage getroffen, tödtlich darnieder liegen. Auch erfolgte schon in wenigen Tagen des Erzherzogs Tod. Als nun Tirol an den Kaiser fiel, ernannte Kaiser Leopold I. den mittlerweile in den Grafenstand erhöbenen Johann Georg zum geheimen Raths-Präsidenten und Statthalter von Tirol, und bestätigte ihn noch in der Landvogtei Schwaben. Aus seiner Ehe mit Eleonora Gräfin von Hohenembs stammten 22 Kinder, von denen Graf Anton Eusebius diese, die sogenannte K.-Aulendorf’sche Linie, welche eben [228] sein Vater Johann Georg gestiftet, fortpflanzte. –

Anmerkungen (Wikisource)