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BLKÖ:Josch, Eduard Ritter von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Josch, Christoph
Band: 10 (1863), ab Seite: 268. (Quelle)
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Josch, Eduard Ritter von (Botaniker und Landesgerichts-Präsident in Laibach, geb. zu Schwadorf in Oesterreich unter der Enns am 28. Juli 1799). Sein Vater Christoph war Verwalter der früher reichsfürstlich Passau’schen, später k. k. Staatsherrschaft Schwadorf. Der Sohn besuchte das Gymnasium des Prämonstratenserstiftes Neureisch, später jenes der Piaristen zu Nikolsburg, hörte Philosophie und die Rechtswissenschaften zu Wien. Im Jahre 1821 trat er bei dem Civilsenate des Wiener Magistrates als Auscultant ein. Der italienischen Sprache vollkommen mächtig kam er im April 1826 als Raths-Protokollist zum k. k. Provinzial-Tribunale nach Verona, im November 1827 in gleicher Eigenschaft zum obersten Gerichtshofe ebenda und wurde im Mai 1829 Rath des Provinzial-Tribunals daselbst. Im Frühjahr 1837 rückte er zum Appellationsrath in Klagenfurt vor. In Folge der Gerichtsorganisation vom Jahre 1850 wurde J. Senatspräsident des neuen Landesgerichts zu Klagenfurt, im März 1854 aber Präsident des Landesgerichts in Laibach, welche Stelle er zur Zeit bekleidet. Während seines vieljährigen Aufenthaltes in Klagenfurt nahm J. thätigen Antheil an den verschiedenen, das Wohl und den Fortschritt der Stadt bezweckenden Einrichtungen. Er ist Mitstifter der kärnthnerischen Sparcasse und war mehrere Jahre Director derselben, ist einer der Gründer des naturhistorischen Museums daselbst, wurde im Jahre nach Begründung der Taubstummenschule in Klagenfurt Director derselben und blieb es bis zu seinem Abgange nach Laibach. Die Muße seines Berufes widmet J. wissenschaftlichen Arbeiten, vornehmlich der Botanik. Außer einer in der Wagner’schen „Zeitschrift [269] für österreichische Rechtsgelehrsamkeit im Jahre 1845 erschienenen größeren Abhandlung „Ueber die Rechtspflicht der vor Gericht streitenden Partei, thatsächliche Angaben des Gegners, die ihr bekannt sind, nicht in Abrede zu stellen“, veröffentlichte J. selbstständig: „Die Flora von Kärnthen“ (Klagenfurt 1853, gr. 8°.), welche aber auch im Jahrbuche des naturhistorischen Museums in Kärnthen, abgedruckt ist. Es ist dies die erste Flora von Kärnthen, welche eine geographische Beschreibung des Landes sammt geognostischen Daten enthält. Den aufgezählten Pflanzen sind die Etymologie des Genusnamens, der Trivialname in deutscher und windischer Sprache und der Standort beigefügt. Außerdem enthält der I. Jahrgang des „Oesterreichischen botanischen Wochenblattes“ (S. 193) seine „Mittheilung über die seltenen phanerogamischen Pflanzen, welche wild wachsend in Kärnthen vorkommen“, und der Jahrgang 1851 der in Prag erscheinenden Zeitschrift „Lotos“ (S. 92) eine „Nachricht von jenen Phanerogamen, welche die Nähe menschlicher Wohnungen lieben“. Die Verdienste J.’s um den Staat zeichnete der Kaiser mit Allerhöchster Entschließung vom 22. April 1854 durch den Orden der eisernen Krone 3. Classe aus, welchem im nächsten Jahre statutengemäß die Erhebung in den Ritterstand folgte. J. ist Mitglied der Landwirthschafts-Gesellschaften in Krain und Kärnthen, des historischen Vereins in Kärnthen, des naturhistorischen Vereins „Lotos“ in Prag, der naturforschenden Gesellschaft im Lemberg, des zoologisch-botanischen Vereins in Wien u. m. a.

Bericht über die österreichische Literatur der Zoologie, Botanik und Paläontologie aus den Jahren 1850, 1851, 1852, 1853 (Wien 1855, W. Braumüller, 8°.) S. 142, 149 bis und 150 bis [die Seitenzahlen 153–160 sind verdruckt und kommt die Paginirung 145–152 doppelt vor]. – Zeitschrift für die gesammte Naturwissenschaft 1855, Nr. 7 und 8. – Ritterstands-Diplom vom 13. Juni 1855. – Wappen. Ein grüner Schild, durchzogen von einem goldenen Kreuze mit Kleeblattenden, welches im Herzen mit einer rothen Kreuzblume belegt ist. Auf dem Schilde ruhen zwei zueinandergekehrte Turnierhelme. Auf der Krone des rechten Helms erhebt sich ein dem belegten Kreuze im Wappenfelde ähnliches Kreuz, aus der Krone des linken wächst ein Palmbaum mit goldenem Schaft und grünen Blättern. Helmdecken. Rechts hängen rothe, links grüne, beiderseits mit Gold unterlegte Helmdecken herab. Devise. Auf einem unter dem Schilde flatternden rothen Bande in goldener Lapidarschrift die Worte: „In hoc signo (i. c. in cruce) spes mea“. –