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BLKÖ:Joachim, Georg

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Joachim (Maler)
Band: 10 (1863), ab Seite: 221. (Quelle)
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Berühmt ist noch aus früherer Zeit der Vorarlberger Georg Joachim (geb. zu Feldkirchen 15. Februar 1514, gest. zu Kaschau 4. December 1576), ein ausgezeichneter Mathematiker und Astronom, 1537 Professor der Mathematik zu Wittenberg, einer der größten Schüler und wärmsten Anhänger des Kopernikus. Später lehrte er Mathematik zu Leipzig, von wo er sich nach Kaschau begab, wohin ihn ein ungarischer Magnat berufen hatte. Dort starb er an einem Schlaganfalle im Alter von 62 Jahren. Von seinen Schriften, denen Kepler, Kästner, Bernoulli, Delambre ihre Aufmerksamkeit zugewendet, sind anzuführen: „Orationes de Astronomia et Geographia et de Physica“ (Nuremberg. 1542); – „Ephemeris ex fundamentis Copernici“ (Leipzig 1550), ein schon höchst seltenes Buch; – „Canon Doctrinae Triangulorum“ (Basel um 1580), später von Joachim’s Schüler Valentin Otho unter dem Titel: „Opus palatinum de Triangulis“ (1596) herausgegeben; palatinum heißt es, weil der Pfalzgraf Otho die Herausgabe dieses Werkes unterstützte – und „Thesaurus mathematicus sive Canon sinuum“ (Frankfurt 1613), von Pitiscus nach Joachim’s Tode aus dessen Handschrift herausgegeben. [Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1730, Thom. Fritschen’s Erben, Fol.) Bd. II, S. 1038 (dieses wie auch andere Werke geben den 16. Februar 1514 als Geburts-, den 5. December 1576 als Todesdatum an). – Vossius, De scientiis mathematicis. – Weidler, Historia Astronomiae. – Adam, Vitae Philosophorum Germaniae. – Delambre, Histoire de l’astronomie moderne. – Kästner, Geschichte der Mathematik. – Staffler (Joh. Jac.), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck 1847, Felician Rauch, 8°.) Bd. I, S. 87.] –