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BLKÖ:Huber, Franz Xaver (II.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 9 (1863), ab Seite: 374. (Quelle)
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6. Franz Xaver (II.) (geb. zu Munderfing [das alte Munolfinga] im Innviertel Oberösterreichs 1760, Todesjahr unbekannt). Studirte seit 1771 in Kremsmünster, wo er auch die Philosophie und die Rechte hörte, begab sich 1781 nach Salzburg, setzte dort das Rechtsstudium fort, unterrichtete die Zöglinge des Rupertinischen Collegiums und andere, begab sich aber 1790 nach Passau, wo er privatisirte. Ueber seine weiteren Schicksale ist nichts bekannt. H. hat folgende Schriften herausgegeben: „Rüdiger von Starhemberg oder die Belagerung Wiens. Ein episches Gedicht in 3 Gesängen“ (Salzburg 1783, 8°.), nicht sehr gelungene Hexameter; – „Zwey Gedichte auf den Tod Königs Friedrich des Zweyten von Preussen“ (Salzburg 1786, 4°.); – „Aktenmäßige Geschichte der berühmten Salzburgischen Emigration. Aus dem latein. Manuscripte Joh. Bapt. de Caspari’s mit einem Vorbericht nebst einigen Belegen und Urkunden“ (ebd. 1790, 8°.); – „Zum Andenken des seligen Menschenfreundes Sigmund Hafner von Imbachhausen“ (Salzburg 1787, Mayr, 8°.) [diese Schrift fehlt in E. M. Oettinger’s „Bibliographie biographique“] – „Feliciens [375] merkwürdige Reise zu Kaiser Karl im Untersberg nächst Salzburg“ (Salzburg 1787, 8°.); – „Glaubensbekenntniß eines Christen gegen das Glaubensbekenntniß eines nach Wahrheit Ringenden“ (Salzburg 1786, 8°.). Auch schrieb er die zweiactige heroisch-komische Oper: „Das unterbrochene Opferfest“ (Passau 1797, später Frankfurt a. M. 1803, Simon, 8°.), welche durch Winter’s treffliche Composition viel bekannt geworden ist. Ferner versuchte sich H. mit der Herausgabe zweier periodischen Schriften, u. z. zuerst erschien von ihm: „Der oberteutsche Freund der Wahrheit und Sittlichkeit“. 6 Bdchn. (Salzburg 1787–1790); später „Der Kurier an der Donau“ (Passau 1790 u. f.). [Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst. Redigirt von G. Megerle von Mühlfeld und Em. Th. Hohler (Wien. 4°.) 1829, S. 597. – Baader (Clemens Alois), Das gelehrte Baiern (Nürnberg und Sulzbach 1804, 4°.) Bd. I, Sp. 527. – Meusel (Joh. Georg), Das gelehrte Teutschland (Lemgo 1783, Meyer. 8°.) 5. Ausgabe, Theil III, S. 435. Meusel verwechselt hier den Oberösterreicher Franz Xaver Huber mit einem zweiten Schriftsteller gleichen Namens [siehe diesen S. 369] und schreibt dem Ersteren Schriften zu, die den Letzteren zum Verfasser haben] –