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BLKÖ:Huber, Christian Wilhelm

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Huber, Christoph
Band: 9 (1863), ab Seite: 374. (Quelle)
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3. Christian Wilhelm Huber (Linguist, geb. zu Wien 26. Februar 1804), beendete die Studien in Wien und Padua, trat 1828 in den Staatsdienst, u. z. zur allgemeinen Hofkammer; später widmete er sich dem Consulatsdienste und bekleidete zuletzt den Posten eines General-Consuls in Alexandrien. Für seine dem Staate geleisteten Dienste wurde er mit dem Franz Joseph-Orden ausgezeichnet. Seit früher Jugend beschäftigte sich H. mit sprachlichen Forschungen und machte im nächsten Hinblick auf dieselben Reisen durch alle Theile der Monarchie, durch Deutschland, die Schweiz und Italien. Durch seine ununterbrochenen Studien hatte er sich allmälig die Kenntniß der französischen, italienischen, spanischen und portugiesischen, der englischen, holländischen, dänischen, schwedischen und isländischen, der hebräischen, arabischen, türkischen und persischen Sprache angeeignet. Auch betrieb er dabei das Studium der alten Dialecte der genannten Sprachen, wie das Catalanische, Galizische, Valentianische, das Schottische, Norwegische, Swed- und Mäsogothische, Angelsächsische, Romanische, Syrische und Chaldaeische. Mit diesem Sprachenstudium verband er jenes der Literatur der genannten Völker, um durch beide vereinigt gewisse Ergebnisse in der Culturgeschichte der Völker festzustellen. Zugleich beschäftigte er sich – was bei solchen Studien nahe lag – mit literarischen Arbeiten, schrieb eigene Dichtungen und gewandte Uebersetzungen der schönsten Dichtungen fremder Völker, Aufsätze über Volkspoesie, Cultur und Kunst, und auch anderes publicistischen, historischen und kritischen Inhalts. Ferner war er mit einer Sammlung charakteristischer Nationaldichtungen zur Ergänzung der Geschichte der Poesie beschäftigt. Selbstständig ist nichts von ihm erschienen, aber viele seiner Arbeiten sind im „Morgenblatte“, in der „Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur“, anfänglich von Schickh, später von Withauer herausgegeben, in der „Oesterreichischen Zeitschrift für Geschichts- und Staatenkunde“, in den Taschenbüchern „Vesta“, „Aglaja“, in Musenalmanachen u. dgl. m. zerstreut gedruckt. [Der Zuschauer, herausg. von J. S. Ebersberg, Jahrg. 1838, Bd. I, S. 252. – Oesterreichische National-Encyklopädie herausgegeben von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 656.] –