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BLKÖ:Herberstein, Georg (IV.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 8 (1862), ab Seite: 332. (Quelle)
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18. Georg (IV.) (geb. 18. Juli 1501, gest. 16. September 1560). Von der jüngern Hauptlinie. Erstgeborner Sohn Georg’s (III.) und Margaretha’s von Rottal. Von dem Gurker Domprobste erzogen, erwarb er jung Kenntnisse in Sprachen und Künsten und Wissenschaften. Als Jüngling diente er unter Erich von Braunschweig in Friesland, ging später mit seinem berühmten Oheim Sigmund nach Spanien, dann nach Ungarn; focht auch unter Georg von Freundsberg und erfocht sich 1522 nach dem Siege über die Eidgenossen im Mailändischen den Ritterschlag. Georg war Feldhauptmann der steirischen Stände, Landesverweser der Steiermark und später Landeshauptmann. Eine große Rolle spielte Georg in den Religionswirren seiner Zeit. Er selbst bekannte sich zum lutherischen Glauben und besetzte die Kirchen in seinem Gebiete mit lutherischen Lehrern. Auf dem 1541 zu Prag gehaltenen Landtag war auch er unter denjenigen Deputirten der Steiermark, welche freie Uebung der Religion verlangten, aber den Bescheid (8. Jänner 1542) erhielten, die Zusammenberufung eines Conciliums abzuwarten, bis dahin aber in der Religion sich so zu erzeigen, wie seine ehrlichen alten Vorfahren gethan haben. Aus seiner zweimaligen Ehe 1) mit Barbara Schrott von Kindberg und 2) Eleonora Freiin von Trautsohn hatte er mehrere Kinder, deren zwei von der ersten Frau, Leopold die Pusterwald’sche, Georg Ruprecht die Sierndorf’sche Linie stifteten. –