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BLKÖ:Hatvani de Hatvan, Stephan (I.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hattasch, Dismas
Band: 8 (1862), ab Seite: 49. (Quelle)
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Hatvanide Hatvan, Stephan (I.) (Arzt, geb. zu Rimaszombat 1716, gest. zu Debreczin 16. November 1786). Er studirte zu Lossoncz, dann zu Debreczin und später in Basel die Medicin, wo er auch die Doctorwürde dieses Faches erhielt. 1750 in sein Vaterland zurückgekehrt, wurde er daselbst praktischer Arzt, als [50] welcher er durch seine große Geschicklichkeit sich eines ausgezeichneten Rufes erfreute. Aber nicht als Arzt allein wirkte er, sondern auch als Professor der Weltweisheit und des Naturrechtes am reformirten Collegium zu Debreczin durch 35 Jahre. H. war sowohl als philologischer, wie als philosophischer Schriftsteller thätig und es erschienen von ihm in lateinischer Sprache: „Locorum comunium et controversiarum animadversiones theologico-criticae“ (Debrecini 1747, 8°.), wovon eine vermehrte Umarbeitung im „Museum helveticum“ (Bd. II, Heft 8 und Bd. III, Heft 9) enthalten ist, in welchem auch seine zwei Leichenreden, auf Georg Maroth (Heft 8, S. 225) und auf Michael Szathmár (Heft 4, S. 649), abgedruckt stehen; – „De aestimatione morborum ex facis“ (Basil. 1748, 4°.); – „Introductio ad Principia Philosophiae solidioris“ (Debrecin 1757, 8°.); – „Thermae Varadienses, examini physico et medico subjecta una cum illarum usu salitari ... nec non de sale medio in iis contento“ (Wien 1777, 8°.), bei welcher Schrift die Abhandlung: „De Nitro Saponario Debrecinensi“ als Anhang abgedruckt ist; – „De jure summorum imperantium in religionem et conscientiam civium commentatio“ (1758, 4°.); – „Modesta disquisitio, num in Philosophia, eadem doctrinae capita tractari, et sic eadem Philosophia quoad omnes ejus partes in scholis, gymnasiis et academiis Romano-catholicis, Augustanis et reformatis, salva religione doceri possit“ (Wien 1785, Kurzböck, 8°.). Andere Schriften, darunter eine in ungarischer Sprache über das heil. Abendmahl, hinterließ er in Handschrift. H. starb im Alter von 70 Jahren und liegt zu Debreczin begraben, wo ihm seine Gemalin, eine geborne Csatari, und seine Söhne, Stephan und Paul [siehe unten die Quellen] einen Leichenstein setzen ließen, dessen Inschrift Stephan Veszprémi in dem unten bezeichneten Werke mittheilt.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészitő kötet. Gyüjté Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1858, 8°.) S. 104. [Bemerkenswerth erscheint uns die folgende Stelle im Buche eines geschätzten ungarischen Literarhistorikers der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Danielik schreibt nämlich über Hatvani: „Mint tanár és orvos elhiresedék; ördöngös tudományáról mai napig sokat regélnek“, d. i. Er ist als Professor und Arzt berühmt geworden; heute noch erzählt man sich vieles von seinen teufelischen Künsten.] – Veszprémi (Stephan), Succincta medicorum Hungariae et Transilvaniae Biographia, (die erste Centuria Lipsiae 1774, Sommer, 8°.; übrigen Wien 1778, 1781 und 1787, Trattnern, 8°.); Centuria altera, pars posterior, p. 5–7, in der Biographie von Árkosi; Centuria tertia (Tomus 4tus), p. 494. – (De Luca) Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 177, Ghelen’sche Schriften, 8°.) I. Bds. 1. Stück, S. 172. – Neue Annalen der Literatur des österreichischen Kaiserthumes. I. Jahrg. 2. Bd. (Wien, Doll, 4°.) 1807, Intelligenzblatt, August. Sp. 84. – Stosch, Das neue gelehrte Europa. Theil XII, S. 851. – Horányi (Alexius), Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1776, Ant. Loewe, 8°.) Pars II, S. 76. –