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BLKÖ:Hardegg, Johann (III.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hardegg, Johann (I.)
Band: 7 (1861), ab Seite: 353. (Quelle)
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10. Johann (III.), Burggraf zu Magdeburg, Graf von Hardegg (gest. 1425). Sohn Johann’s (II.), auch ein Sproß des zweiten Geschlechtes der Hardegg, war 1407 und 1408 Landmarschall in Niederösterreich, und als 1408 die Fehde zwischen den Herzogen Leopold IV. und Ernst von Oesterreich ob der Vormundschaft über ihren Neffen Albrecht V. ausbrach, stand Johann (III.) auf des Herzogs Leopold IV. Seite und befehdete viele Stände und Edelleute, die für den Herzog Ernst Partei nahmen. Johann (III.) befand sich auch unter den Schiedsrichtern, als 1415 der Streit zwischen Herzog Albrecht von Oesterreich und Herzog Heinrich von Bayern geschlichtet wurde. Im Jahre 1425 überfielen die Hussiten die Stadt Retz zur Nachtzeit, bemächtigten sich, nachdem sie grausam gegen Volk und Geistlichkeit verfuhren, des Schlosses und nahmen den Grafen Johann (III.) gefangen, der dann im Gefängnisse zu Prag einen schmerzlichen Tod erleiden mußte. [Hanthaler, Fasti Campililienses, II, Fol. 100. – Pez (H.), Scriptores rer. Austriacar. Tom. I, p. 255, 256, 733.] –