Zum Inhalt springen

BLKÖ:Halloy, Petrus von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Halm, Anton
Band: 7 (1861), ab Seite: 256. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Petrus von Halloy in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Halloy, Petrus von|7|256|}}

Halloy, Petrus von (Jesuit und Physiker, geb. in der belgischen Provinz Namur 6. April 1707, gest. zu Marburg in Steiermark 23. Juli 1789). Trat, 15 Jahre alt, in Oesterreich in den Orden der Gesellschaft Jesu, und schon, während er in Wien Geschichte studirte, gab er das unten benannte Werk über die Familie Stahremberg heraus. Nach beendeten Studien erhielt er die philosophische Doctorwürde, trug dann in den Collegien zu Tyrnau und Wien Mathematik, zu Gratz drei Jahre Philosophie und zwei Jahre Mathematik vor, und wurde darauf Director der Sternwarte und des [257] physikalischen Museums. Nun kam er als Professor der Mathematik und Experimentalphysik an die theresianische Ritterakademie nach Wien, kehrte aber schon in zwei Jahren nach Gratz zurück, wo er von 1750–1766 die Novizen im Kloster in der Mathematik unterrichtete. Von 1766 bis zur Aufhebung des Ordens war er Klostervorstand des Collegiums zu Marburg. Im Drucke gab er heraus in lateinischer Sprache: „Origo et Genealogia Stahrembergiana cum tabulis genealogicis et insignibus aeri incisis“ (Viennae 1729, 4°.). H. zählte, als er dieses Werk herausgab, 22 Jahre; – „Artificia physica selecta ex tomo II et III Magisterii naturae et artis Franc. de Lannis S. J.“, Tomi 2 (Graecii 1742 et 1743, 12°.); – „Dialogi tres de celeritate gravium, quos finxit inter celeberimos Mathematicos et Physicos e S. J. de Lannis, Riccioli et Calfati“ (Graecii 1754, 8°.). – In Handschrift hinterließ er: „Sciatericum horizontale tam universale quam particulare geometrice descriptum“ (4°., mit Abbildung); – „Nova methodus Arithemeticae et Algebrae“; – „Novum principium Mechanicae“; – „Novum horologium sciatericum“, – und „Duodecim florum corona ethica. Carmen elegiacum“, in lateinischer Sprache. H. starb im hohen Alter von 82 Jahren.

Stoeger (Joh. Nepom.), Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu аb ejus origine ad nostra usque tempora (Viennae et Ratisbопае 1856, gr. 8°.) S. 121. – Poggendorff (J. C.), Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859, Ambros Barth, Lex. 8°.) Bd. I, Sp. 1006.