Zum Inhalt springen

BLKÖ:Grutsch, Franz Seraph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Gruß, Johann
Nächster>>>
Grynäus, Alois
Band: 5 (1859), ab Seite: 399. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Franz Seraph Grutsch in Wikidata
GND-Eintrag: 1011398729, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Grutsch, Franz Seraph|5|399|}}

Grutsch, Franz Seraph (Compositeur, geb. zu Wien 24. Oct. 1800). Zeigte früh großes Talent zur Musik, schon mit 5 Jahren spielte er die Violine. Die Gebrüder Blumenthal vollendeten nunmehr seine Ausbildung in der Violine und unterrichteten ihn in der Harmonielehre. Indem er mittlerweile als Sängerknabe sein Gesangstalent vervollkommnete, wurde er mit 15 Jahren bei der ersten Violine an den vereinigten Bühnen von Preßburg und Baden angestellt und schon im folgenden Jahre in gleicher Eigenschaft im Theater an der Wien. Im J. 1830 wurde er zweiter Orchester-Director, nach Schilling bei der nämlichen Bühne, nach Gaßner im Kärntnerthortheater, und 1831 Mitglied der kaiserl. Hofcapelle. G. hat auch Mehreres componirt und scheint Spohrs Eigenthümlichkeit nicht ohne Einfluß auf sein schöpferisches Streben geblieben zu sein. Mehrere seiner Werke für den Gesang, das Piano und für Streichinstrumente [400] sind gestochen, der ungleich größere Theil aber, darunter Violin-Duette, Trios, Quatuors, Ouverturen und Concertstücke, 2 solenne Messen sammt Graduale und Offertorium, Lieder, Vocal-Quartetten, 2 Opern u. m. a., befindet sich noch in Handschrift.

Schilling (Gustav), Das musikalische Europa (Speyer 1842, Neidhart, gr. 8°.) S. 131. – Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, F. Köhler, Lex. 8°.) S. 384. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst (begonnen von Schladebach, fortgesetzt) von Ed. Bernsdorf (Dresden 1856, Schäfer, gr. 8°.) II. Bd. S. 261.