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BLKÖ:Fáy, Stephan Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 4 (1858), ab Seite: 155. (Quelle)
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Fáy, Stephan Graf (Compositeur und Malteser, geb. in Ungarn). Zeitgenoß. In seiner besondern Vorliebe für Musik eignete er sich eine virtuose Fertigkeit im Pianospiel an; wirkte aber nebenbei als Schriftsteller über Musik und namentlich über die seines Landes. Schon sind mehrere seiner Abhandlungen im „Századunk“, d. i. Unser Jahrhundert, im „Buda-Pesti Hiradó“, d. i. Pesth-Ofner Ankündiger, und im „Magyar Sajtó“, d. i. Ungarische Presse, erschienen. Auch hat er unter dem Titel: „Régi magyar zene gyöngyök“, d. i. Perlen alter ungar. Musik, eine Sammlung Compositionen von Csermák, Bihari, Lavotta und Anderen herausgegeben, in deren Vorwort er interessante für die Geschichte der Musik in Ungarn wichtige Aufschlüsse gibt und den Mangel an Kritik und Gewissenhaftigkeit rügt, welcher in Angabe der Autorschaft der Musikwerke stattfindet, da nicht selten fremde Compositionen unter Namen von Autoren erscheinen, die auch nicht eine Note daran componirt. Unter der Feder hat er eine Geschichte der ungarischen Musik, wozu ihm seine überaus reiche Sammlung der interessantesten ungar. Musik-Originalien und eine genaue Kenntniß der ungar. Musikzustände, die er seit 30 Jahren zum Gegenstande seiner eifrigsten Studien gemacht, wohl zunächst befähigt.

Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészítő kötet, d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1858, Joseph Gyarmath, 8°.) S. 76. – Pesth-Ofner Zeitung 1856, Nr. 149.