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BLKÖ:Esch, Mathilde

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Ertsei, Daniel
Band: 4 (1858), ab Seite: 78. (Quelle)
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Esch, Mathilde (Malerin, geb. zu Klattau in Böhmen 18. Jänn. 1828). Ihr Vater, Oberbaudirector in Brünn, erkannte früh das schöne Talent seiner Tochter und gab ihr tüchtige Meister u. z. Waldmüller in Wien u. Mor. Müller den sogenannten Feuermüller in München. Sie wendete sich vorzugsweise dem Genre, Stillleben und der Landschaft zu. Ihre Arbeiten waren bereits in Wien, München, Düsseldorf, Prag, Dresden und Brünn ausgestellt und fanden bei Kennern Beachtung. Nach dem Tode ihres Vaters widmete sie sich ausschließlich der Kunst und übersiedelte 1855 nach Wien, wo sie ihren bleibenden Aufenthalt nahm. Von ihren bekannt gewordenen Arbeiten nennen wir: „Conchylien“ (österr. Kunstverein 1856, Februar, 370 fl.); – „Bauernhof in Mähren“ (Ebd. 1856, März, 180 fl.); – „Marktszene in Mähren“ (Ebd. 1856, Mai, vom östr. Kstv. zur Verlosung 1856 um 200 fl. gekauft); – „Münchner Mädchen auf dem Friedhofe“ (Ebd. 1856, Juni, 200 fl.); – „Landschaft“ (Ebenda 1856, Juli, 70 fl.); – „Mädchen mit einem Hunde“ (Ebenda 1856, Dec., 300 fl.); – „Landschaft in Mähren“ (Ebd. 1857, März, 65 fl.); – „Die unverhoffte Rückkehr“ (Ebd. 1857, Juni, 200 fl.); – „Die Domkirche am Petersberge“. der Theil vom Raigererhause aus gesehen; – „Das Thor mit der Sarkander-Kanzel an der Brünner Domkirche“; – „Die fünf Sinne“, welches Bild der belgische Maler Francois Birong in der Moravia ausführlich beurtheilte; – „Tankred vollzieht die Taufe Clorindens“; – „Badende Kinder“; – „Abschied der Braut aus dem Elternhause“. Mehrere Bilder der Künstlerin, namentlich die, welche Gegenden aus Mähren vorstellen, sind besonders durch die Darstellung der mährischen Volkstracht und den glücklich getroffenen Typus dieser eigenthümlichen slavischen Volksstämme bemerkenswerth.

Neuigkeiten (ein Brünner Blatt, Fol.) 1856, Nr. 68: „Spatziergänge durch Brünn.“ – Ausstellungs-Kataloge des (neuen) österr. Kunstvereins 1856, 1857.