Zum Inhalt springen

BLKÖ:Dolezal, Paul

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Dolenz, Karl
Nächster>>>
Doležalek, Anton
Band: 3 (1858), ab Seite: 348. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Pál Doleschall in Wikidata
GND-Eintrag: 123937345, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Dolezal, Paul|3|348|}}

Doleschal eigentlich Dolezal, Paul (Sprachforscher, geb. zu Skalitz in Ungarn, lebte um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, gest. zu Bocza in Ungarn). Widmete sich nach beendeten Trivialschulen anfänglich der Erlernung des Tuchmachergeschäftes und ging nach Oedenburg. Alsbald begann er von Neuem zu studiren, ging nach Raab, wo er sich das Magyarische eigen machte und dann nach Deutschland, wo er theologische Studien hörte. In sein Vaterland rückgekehrt, übernahm er zuerst eine Lehrerstelle bei einem Edelmanne, wurde später Vicar, dann Prediger in Neczpal im Thuroczer Comitat und zuletzt Prediger in Bocza. Außer mehreren geistlichen Liedern, welche sich im Jacobei’schen Funebrale befinden, ist besonders seine slavische Sprachlehre zu nennen, welche unter dem Titel erschien: „Grammatica Slavo-Bohemica in qua praeter alia ratio accuratae scriptionis et flexionis quae in hac lingua magnis difficultatibus laborat, demonstratur“ (Pressburg 1746). [Ebert Bibl. Lex. S. 494 Nr. 6312].

Sartori (Frz. Dr.), Hist.-ethnogr. Uebersicht der wissensch. Cultur, Geistesthätigkeit und Literatur des östr. Kaiserthums (Wien 1838, Gerold, 8°.) S. 38. – Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste (Wien 1822, Gleditsch, 4°.) I. Section 26. Bd. S. 325.