Zum Inhalt springen

BLKÖ:Castiglioni, Heinrich Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 2 (1857), ab Seite: 309. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Heinrich Castiglioni in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Castiglioni, Heinrich Graf|2|309|}}

Castiglioni, Heinrich Graf (k. k. Feldmarschall-Lieutenant, Commandant des östr. Leopold-Ordens, geb. zu Dukla in Galizien 1790).[BN 1] Im Jahre 1803 trat er als Cadet in’s 7. Inf.-Reg., später als Unterlieut. zu Chevauxleger Kaiser Franz, machte den Feldzug von 1805 in Italien, von 1809 als Oberlieut. in Galizien mit. 1813 und 1814 in der Suite des Fürsten Karl Schwarzenberg, verwendete er sich bei Leipzig so ausgezeichnet, daß Kaiser Franz ihn zum Escadronscommandanten ernannte. 1831 ward er Oberst bei Liechtenstein Husaren, 1836 Gen.-Maj. in Ungarn, 1845 FML. in Siebenbürgen, 1846 Militär-Obercommandant in Krakau; dort zeichnete er sich während des Aufstandes am 27. April 1848 beim Angriffe der Insurgenten im hartnäckigen Straßenkampfe aus. Er ward am Kopfe verwundet, und zog sich in die Citadelle zurück, um die Stadt zu bombardiren. Die Folge war Capitulation der Insurgenten, und Abzug der fremden Polen aus der Stadt, worauf er bestanden hatte. 1. Dec. 1848 ward er Militär-Districts-Commandant in Oedenburg und mit dem Commandeurkreuz des Leopoldordens geschmückt. 1849 ging er in Pension.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 653.

Berichtigungen und Nachträge

  1. Castiglione, Heinrich Graf [Bd. II, S. 309], gestorben an den Folgen der im Straßenkampfe in Krakau 1846 erhaltenen Kopfwunde. [Band 23, S. 372]