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BLKÖ:Biro von Csik-Palfalva, Johann Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Biró, Martin
Band: 1 (1856), ab Seite: 408. (Quelle)
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Biro von Csik-Palfalva, Johann Freiherr von (k. k. Rittmeister, Mar. Theresien-Ordens-Ritter, geb. zu Also-Abrany in Ungarn 1784, gest. ebendas. 26. Juli 1831). Aus der ungar. adeligen Leibgarde, in welcher er seit 1. Juli 1803 gedient hatte, nach 5 Jahren als Unterlieut. in das Husarenreg. Graf Frimont Nr. 9 tretend, machte er mit demselben den Feldzug von 1809 in Italien mit, ward Oberlieut., kam 1812 nach Galizien, avancirte 1813 zum Second-Rittmeister, und ging als solcher nach Steiermark zur innerösterreichischen Armee unter Hiller. Das Gefecht bei St. Hermagor am 18. Sept. 1813 gab ihm Gelegenheit sich auszuzeichnen, indem er auf eigene Faust den drängenden Feind stürmisch anfiel, und in die Flucht jagte; 11 Oberofficiere und 500 Mann wurden gefangen, 3 Fahnen, 800 Gewehre und 15 Trommeln erbeutet. Am 26. Oct. dess. J. vollführte er eine neue glänzende Waffenthat vor Calliana, dessen Behauptung gegen einen übermächtigen Feind nur durch einen kühnen Angriff B.’s möglich ward. Zwei Tage darnach war auch er es, der den Tag zu Gunsten der österreichischen Waffen entschied, da er den Feind bei Roveredo und St. Marco zweimal mit der aufopferndsten Tapferkeit und Kaltblütigkeit aus vortheilhaften, schon errungenen Stellungen warf. Vor St. Marco befreite er überdies eine Compagnie Szekler aus sicherer Gefangenschaft. Das Ritterkreuz des Mar. Theresienordens war der Lohn dieser vielen nicht gewöhnlichen Heldenthaten. Nachdem er noch den Feldzug von 1815 mitgemacht, ging er 1817 in Pension. 1823 ward er in den ungar. Freiherrnstand erhoben.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851), I. Bd. S. 418. (Artikel von Stk.)