Zum Inhalt springen

BLKÖ:Binder von Kriegelstein, Christian Freiherr von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Bils, Anton
Band: 1 (1856), ab Seite: 398. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Christian von Binder von Kriegelstein in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Binder von Kriegelstein, Christian Freiherr von|1|398|}}

Binder von Kriegelstein, Christian Freiherr von (k. k. Oberst, Mar. Theresienordensritter, geb. zu Straßburg 1724, gest. 1772). Einer adeligen Familie im Elsaß entstammend, betrat er die militärische Laufbahn in seinem 16. Lebensjahre, u. z. im Inf.-Reg. Schulenburg Nr. 21, dessen Oberst sein Vater war. Er hatte sogleich Gelegenheit, am Feldzuge in Baiern (1742) und am Gefechte bei Pfaffenhofen theilzunehmen. Nachdem er im Jahre 1745 Unterlieutenant geworden war, im J. 1746 die Schlacht bei Piacenza, die Besetzung von Genua und 1747 die Belagerung dieser Stadt mitgemacht hatte, rückte er zum Oberlieutenant und noch vor Ausbruch des 7jähr. Krieges zum Capitän vor. Er zeichnete sich als solcher bei Kolin, Schweidnitz, Hochkirchen und Kunersdorf (1759) so sehr aus, daß ihm der Theresienorden zu Theil ward. 1760 Major geworden, stand er 1761 vor Schweidnitz, 1762 in Sachsen und that sich daselbst bei Münchenfrei und Freiberg wiederholt hervor. Nach dem Hubertsburger Frieden ward er in den Freiherrnstand erhoben, 1765 Oberstlieutenant und 1772 mit Oberstenscharakter pensionirt, starb jedoch schon zwei Jahre darnach im schönsten Mannesalter an den Folgen seiner vielen Wunden.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 412. (Artikel von Hd.) – Wappen: Ein viergetheilter Schild. Im vordern obern blauen Felde ein sechseckiger goldener Stern; im hinteren unteren, gelb und blau quergetheilten Felde, und zwar im ersten drei im Triangel gesetzte blaue Quadersteine, im unteren eine halbe Sonne mit abwärts geworfenen Strahlen. Im hinteren oberen weißen Felde ein Thurm mit drei Fenstern, im vordern untern weißen Felde ein offener rother Granatapfel mit grünem Stengel und 4 Blättern. Dazu ein Herzschildlein, golden mit rother Sonne.