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BLKÖ:Bieber, Joseph Ritter von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Bicego, Bernhard
Band: 1 (1856), ab Seite: 386. (Quelle)
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Bieber, Joseph Ritter von (Generalmajor, geb. in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh., gest. (?). Im J. 1774 trat er als Cadet in Kriegsdienste, ward 1778 Fähnrich, 1784 Unterlieut., 1788 Oberlieut. und sofort durch alle Grade avancirend, 1808 Generalmajor und Brigadier. Seine Dienstleistung betrug im Ganzen über 35 Jahre. Während dieser Zeit hatte er öfter Gelegenheit sich glänzend hervorzuthun; so 1793 beim Sturm auf Valenciennes, welche Festung er durch eine muthige Attaque zur Capitulation zwang; 1796 bei der Vertheidigung der Moßburger Iserbrücke, wo er sich dem feindlichen Andrängen hartnäckig und so lange entgegenstellte, bis er verwundet aus dem Gefechte getragen werden mußte; ferner 1799 bei der Einnahme von Wisloch bei Heidelberg und bei der Gefangennehmung eines großen Theils der französischen 29. Halbbrigade. Seine größte Waffenthat vollführte er aber in demselben Jahre zwischen Undelfingen und Zürch, wo er den Feind mit dem 3. Gliede seines Regimentes aus dem sogenannten Liptinger-Walde herauswarf und fernere Angriffe verhinderte. Er machte überdies noch alle Affairen bis einschließig 1809 mit. Im J. 1815 ward ihm in Anerkennung seiner Verdienste der Ritterstand verliehen.

Hellbach (Johann Christ, von), Adels-Lexikon (Ilmenau 1825, Voigt) I. Bd. S. 140. – Adelstands-Diplom vom 10. Mai 1815. – Wappen: Ein halb in die Länge und Quere getheilter Schild. Im ersten blauen Felde ein silberner Thurm mit drei Zinnen u. offenem Thor, welcher im rechten Schildeswinkel von einer glänzenden Sonne beleuchtet wird. Im zweiten rothen Felde ein zum Raub geschickter goldgekrönter silberner Löwe. In der unteren silbernen Hälfte ein am Ufer eines Flusses sitzender Biber, an einen Baum gelehnt.