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BLKÖ:Benvenuti, Tommaso

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Benyák, Bernhard
Band: 1 (1856), ab Seite: 283. (Quelle)
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Benvenuti, Tommaso (Tonkünstler, geb. in Venedig um das J. 1839). In früher Jugend bereits entwickelte sich in B. ein hervorragendes Talent für die [284] Musik, welches von der Mutter mit aller Sorgfalt gepflegt u. ausgebildet wurde. Zu der Fertigkeit im Spiele, welche im Kinde schon so bedeutend war, daß es allgemeine Bewunderung erregte, gesellte sich noch die schöpferische Kraft der Composition, und das erste Product des Knaben war eine „Hymne an Pius IX.,“ der nun Arbeiten mannigfaltiger Art, Romanzen, Balladen, Volkslieder folgten, worin der jugendliche Compositeur die verschiedensten Stimmungen der Seele in Tönen auszudrücken suchte. Nach dem Falle Venedigs zog sich B. nach den Estensischen Hügeln zurück, und dort war es, wo er die Opern: „Graf Agolino“ und „Der fünfte Mai“ schuf. Beide Arbeiten, die Schöpfungen eines 12jährigen Knaben, nahmen die Aufmerksamkeit des großen Publicums, wie der Kenner in Anspruch und letztere erkannten in dem Knaben eine musikalische Begabung so bedeutender Art, daß sie die größten Hoffnungen hegten. In B.’s Melodien ist tiefes Gefühl, das stets jener Stimmung entspricht, die in den Worten des Textes ausgedrückt ist. Und eben in der Melodie ist B.’s größte Stärke. Die fernere Ausbildung dieses musikalischen Genie’s wurde dem Maestro Buzzola anvertraut, einem der wenigen Auserwählten, der die Außergewöhnlichkeit des Talents seines Zöglings nicht nach dem alltäglichen Leisten, sondern in außergewöhnlicher Methode entwickelt.

Brenta 1851.