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Ausrottung der Kreuzotter

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Ausrottung der Kreuzotter
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 323
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[323] Ausrottung der Kreuzotter. Seit einigen Jahren haben in Deutschland verschiedene Regierungen und Gemeinden Prämien auf den Fang von Kreuzottern festgesetzt. Es hat sich dabei gezeigt, daß die Naturforscher, welche behaupteten, daß die Kreuzotter durchaus nicht so selten in Deutschland vorkommt, durchaus recht hatten. So wurden beispielsweise in einem verhältnißmäßig kleinen Bezirk, in der sächsischen Amtshauptmannschaft Grimma, im Jahre 1891 für eingelieferte Kreuzottern 671 Mark 50 Pfennig als Prämien ausgezahlt, und da die Prämie für einen Kreuzotterkopf 50 Pfennig beträgt, so ergiebt sich, daß in dieser Amtshauptmannschaft allein während eines Jahres 1343 dieser gefährlichen Reptile getötet wurden. Nach solchen Erfahrungen erscheint es wünschenswerth, daß Gemeinden, welche bis jetzt auf die Erlegung von Kreuzottern keine Prämien ausgesetzt haben, dies baldigst thun, wenn das Vorkommen der einzigen giftigen Schlange in Deutschland in ihrem Bezirke festgestellt ist.

Die Kreuzotter erwacht aus ihrem Winterschlaf selten vor Mitte März, immerhin aber früher als unsere unschädlichen Schlangen. Das Weibchen legt die Eier gewöhnlich erst in der zweiten Hälfte des August oder selbst im September. Die Zahl derselben beträgt fünf bis sechzehn. Es empfiehlt sich darum, die Ausrottung der Kreuzotter mit besonderem Nachdruck im Frühjahr und in der ersten Hälfte des Sommers zu betreiben. *