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Aus der schwimmenden Wasserwelt

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Titel: Aus der schwimmenden Wasserwelt
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aus: Die Gartenlaube, Heft 33, S. 523–524
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1868
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Aus der schwimmenden Wasserwelt.

I.
List und Geschicklichkeit des Fisches. – Der Verhungernde mit der Beute im Munde. – Der Mausfalke und der Bleye. – Die Kugelfische. – Der Fallschirm der fliegenden Fische. - Der Wels und seine Bartfäden. – Die „Betrüger“. Die Spritzfische oder Schützen. – Landwanderungen der Labyrinthfische. - Reisezüge des Lachses. – Der Aal noch heute ein naturhistorisches Räthsel. - Meerwanderungen der alten und Rückkehr der jungen Aale. – Der Aal überspringt den Rheinfall.

Erlauben Sie mir, daß ich in den nachstehenden Aufzeichnungen ein Thema berühre, welches, meines Wissens, in der Gartenlaube noch nicht zur Sprache gekommen ist. Ich will Sie heute einmal von den – „stummen“ Fischen unterhalten und zwar von dem geistigen Leben derselben, wie es sich in ihrem Kriege gegeneinander oder gegen andere Thiere, in ihren Vertheidigungs- und Angriffsmethoden, in ihren Wunder- und Wanderzügen, in ihrer elterlichen oder richtiger väterlichen Liebe zu ihren Jungen und endlich in den Kunstleistungen äußert, welche sie, erstaunlicher Maßen, namentlich auf dem Gebiete der Musik entfalten.

Zahlreich und mannigfach sind die geistigen Waffen, die Listen und Geschicklichkeiten, mit denen die Fische ihre Verfolger abzuwehren oder ihre Beute zu überrumpeln verstehen. Bisweilen bringen sie ihrem Räuber, selbst wenn sie von diesem bereits gefangen sind, noch den Tod. Ein Beispiel dieser Art erzählt Bloch. Von unseren einheimischen Fischen ist der Barsch wohl der gefräßigste. Er schont eben so wenig wie der Hecht seine eigene Gattung, ist aber beim Raub nicht so vorsichtig wie jener. Der Hecht hascht nur aus Mangel an anderer Nahrung und in höchster Noth den Barsch und Kaulbarsch, weil er sich vor ihren Stacheln fürchtet; an dem Stichling aber vergreift er sich nie. Der gierige Barsch hingegen, der nach Allem schnappt, was er bezwingen kann, muß zuweilen diese Raubbegierde mit dem Leben büßen. Denn der Stichling, der, sobald er sich gefangen sieht, sich heftig sträubt, weiß seine Stacheln geschickt in den Mund des Barsches zu bringen. Dieser hakt darin ein, kann den Mund nicht mehr verschließen und muß so, einem Tantalus gleich, mit der Beute vor Augen und im Munde verhungern.

Der Mausfalke sucht zuweilen seinen Hunger durch den Genuß des Bleyes zu stillen. Stößt er aber auf einen großen Bley, so fährt dieser beim Gefühl der eingeschlagenen Krallen sofort in den Grund. Wenn nun der Vogel blos das Fleisch des Fisches gefaßt hat, so bleibt, indem jener sich dem Zuge des Bleyes nach unten durch das Sträuben der ausgebreiteten Flügel auf dem Wasser widersetzt, das angepackte Stück in seinen Krallen sitzen, hat er aber mit seinen Klauen das Rückgrat mit gefaßt, so zieht der Fisch seinen Räuber ohne Gnade mit in den Grund.

Von besonders merkwürdigen Vertheidigungsmitteln, durch welche angegriffene Fische der drohenden Gefahr zu entgehen wissen, will ich nur zwei Beispiele anführen. Die sogenannten Kugelfische, deren Haut mit beweglichen Stacheln versehen ist, blasen sich sofort, wenn sie angegriffen werden, durch Einpumpen von Luft in ihren Schlundsack zu einem kugelförmigen Ballon auf und strecken die Stacheln ihren Angreifern entgegen. Diese rollen nun die Kugel auf dem Wasser umher, ohne sie fassen zu können, und verlassen sie gar bald, wenn sie sich die Schnauze blutig gestochen haben.

Die sogenannten fliegenden Fische schnellen sich, wenn sie verfolgt werden, mit einem kräftigen Schlage oft zehn bis zwölf Fuß hoch in die Luft und lassen sich dann mittels ihrer ausgespannten großen und von kräftigen Muskeln bewegten Brustflossen, die wie ein Fallschirm wirken, in sehr schräger Richtung in das Wasser zurückfallen. Sie sollen auf diese Weise einen halben Büchsenschuß weit und darüber fliegen können.

Nicht minder interessant sind oft die Mittel, wie sich die Fische ihre Beute zu verschaffen wissen. Der bekannte Wels, der größte unserer Süßwasserfische, würde bei der ihm in hohem Maße eigenen Trägheit sehr leicht in Gefahr kommen zu verhungern, wenn er sich nicht auf schlaue Weise zu helfen verstände. Er benutzt nämlich die langen Bartfäden, mit denen er zu beiden Seiten des Maules versehen ist, dazu, mit denselben nach allen Seiten hin willkürlich wurmförmige Bewegungen zu machen. Die kleineren Fische, welche darauf losschießen, um die scheinbaren Würmer zu verschlucken, werden bei dieser Gelegenheit auf die bequemste Manier eine Beute des ruhig im Schlamme liegenden Welses.

Eine andere List wenden gewisse Fische an, welche man von der Art, wie sie ihre Beute fangen, Betrüger genannt hat. Sie können nämlich ihre Schnauze schnell in eine häutige Röhre verschieben, welche länger wird als der Kopf selbst, und damit, ohne sich von der Stelle zu rühren, kleine Fische plötzlich wegschnappen. Auf die merkwürdigste Weise aber wissen die sogenannten Spritzfische oder Schützen, die in Ostindien zu Hause sind, sich ihre Nahrung zu verschaffen. Sobald sie eine Fliege oder ein anderes kleines Insect an einer über dem Wasser hängenden oder daraus sich erhebenden Pflanze wahrnehmen, kommen sie vorsichtig und leise herangeschwommen und schießen aus ihrer röhrenförmigen Schnauze mit einem nie fehlenden Wasserstrahl das Thierchen herab, um es zu verschlingen. Hommel, Spitaldirector zu Batavia, hat dieses Schauspiel zuerst beschrieben. Er setzte einige dieser Fische in ein Faß mit Meerwasser, spießte eine Fliege an eine Nadel, steckte sie an einen dünnen Stock und diesen in die Seitenwand des Fasses. Jetzt sah er täglich mit Vergnügen, wie sich alle seine Fische um die Wette bestrebten, die Fliege zu fällen, und ohne Unterlaß, mit ungemeiner Schnelligkeit und ohne jemals ihr Ziel zu verfehlen, einzelne Wassertropfen darauf abschossen. – Von einem merkwürdigen Triebe vieler Fische, den sie mit den höheren Wirbelthieren gemeinsam haben, geben uns ihre regelmäßig zu bestimmten Zeiten im Jahre erfolgenden Wanderungen Kunde, die sich indeß nicht, wie man glauben sollte, auf das flüssige Element beschränken, sondern auch nicht selten geradezu über Land hin stattfinden. Von diesen hochinteressanten Landwanderungen kann ich hier nur die der Labyrinthfische in Asien erwähnen, ferner der karpfenähnlichen Fische in den Südstaaten von Nordamerika, welche, wie der Naturforscher Bosc bemerkt, wenn sie gefangen und auf die Erde gelegt werden, immer nach der Richtung des nächsten Wassers hinkriechen, auch wenn dasselbe so weit entfernt ist, daß sie es unmöglich sehen können. Ein anderer neuerer Beobachter bestätigt durch seine Berichte die ältere Angabe, daß verschiedene Welsarten in Afrika auf ihren Landwanderungen während der trockenen Jahreszeit in solchen Schaaren angetroffen werden, daß die Neger ganze Körbe damit voll füllen.

Von ganz besonderem Interesse sind aber für uns die Wanderungen allgemein bekannter Fische, von denen ich ausführlicher hier nur die der Lachse und Aale erwähnen will. Der Lachs steigt bekanntlich, um zu laichen, wie die Störe, Sterlete, Maifische u. a., im Frühjahr aus dem Meere in die zunächst liegenden Flußmündungen auf. Von einer solchen Stromaufwanderung des Lachses erzählt Bloch: „Wenn der Lachs sich in die Ströme begiebt, so [524] geschieht solches gewöhnlich haufenweise und zwar in zwei Reihen in folgender Ordnung: in der Regel geht der größte, welches ein Rogener zu sein pflegt, voran; auf diesen folgen in einer Entfernung von einer Elle zwei andere, und in dieser Ordnung geht der Zug weiter fort, so daß, wenn er z. B. aus einunddreißig Stück bestände, sich auf jeder Seite fünfzehn befinden würden. Wenn diese Ordnung durch einen Wasserfall, eine Holzflöße oder auch nur durch ein Geräusch unterbrochen wird, so stellen sie die Ordnung, nachdem die Hindernisse aus dem Wege geräumt sind, wieder her; stoßen sie aber auf ein Netz, so machen sie sämmtlich Halt. Einige suchen dann einen Weg unterhalb oder an den Seiten dem Netze vorbei, und sobald einer die Bahn gefunden hat, folgen die übrigen nach und setzen die Reise in der erwähnten Ordnung fort. Diese Züge sind zuweilen so stark, daß sie durch vereinte Kräfte das aufgestellte Netz zerreißen und dann weitergehen. Stellt sich dem Lachs auf seinem Zuge ein Zaun entgegen, so springt er, nachdem er sich vorher ausgeruht hat, über denselben hinweg. Das aber macht er so: er beißt sich in den Schwanz[1] und bildet auf diese Weise einen Cirkel. Dann schnellt er plötzlich den Körper gewaltsam wieder in seine gerade Lage zurück und indem er mit großer Gewalt auf das Wasser schlägt, prallt er dergestalt davon ab, daß er fünf bis sechs Fuß hoch in die Höhe springt. Auch kleine Wasserfälle überspringt er auf diese Weise und ist er oben angekommen, so schlägt er mit dem Schwanz gleichsam zum Zeichen seines Vergnügens und geht dann weiter. Es trägt sich manchmal zu, daß er bei einem hohen Wasserfall wieder zurückfällt, jedoch wiederholt er nach einer kurzen Ruhepause sein Glück auf’s Neue bis er entweder seinen Endzweck erreicht hat, oder die Unmöglichkeit herüberzukommen einsieht und alsdann zurückgeht. Ist der Sprung dem Anführer geglückt, so folgen alle übrigen nach und alle Zeit fallen sie auf die Seite, indem sie den Kopf, um ihn zu schonen, in die Höhe halten.“ Auch von der mit dem Lachs zu derselben Familie gehörenden Forelle wird berichtet, daß sie mit unbegreiflicher Geschicklichkeit bei ihrer Stromaufwanderung die stärksten Stromschnellen und Stürze überwindet; ein Beobachter sah, wie dieser Fisch über ein stehendes Mühlrad von Schaufel zu Schaufel emporsprang und endlich hinauf in’s hohe Wasser kam.

Noch weil eigenthümlicher und wunderbarer aber sind die Wanderungen der Aale. Unser Flußaal, dieser allgemein bekannte Fisch, der allein in Berlin z. B. tagtäglich zu Tausenden auf den Markt kommt, ist seit Aristoteles bis auf den heutigen Tag für den Naturforscher noch in vieler Beziehung ein Räthsel geblieben. Interessant ist, was wir von ihm wissen, und noch merkwürdiger, was wir von ihm nicht wissen. Wir wissen noch heute nicht, woher er kommt und wohin er geht; man hat erst ein einziges Mal einen weiblichen Aal mit wohlentwickeltem Rogen gefunden und noch nie einen männlichen Aal entdeckt. Der Streit über die Entwickelungsgeschichte der Aale zieht sich mit allen daran geknüpften Fabeln, von denen die durch Aristoteles selbst angeregte, daß der Aal durch Urzeugung aus dem Schlamm entstünde, die bekannteste ist, wie eine Seeschlange durch die ganze Geschichte der Zoologie bis in die neueste Zeit hinein. Erst seit dem Jahre 1838 wissen wir durch die Untersuchungen von Heinrich Rathke[2] wenigstens so viel, daß die Aale gleich den übrigen Fischen wirklich Eierstöcke besitzen, aus denen sie ihre Brut erzeugen. Wie dies aber geschieht und wie das gänzliche Fehlen der Männchen damit in Einklang zu bringen ist, liegt für uns noch völlig im Dunkeln.

Was wir sonst von der Lebensgeschichte des Aales wissen, hängt mit seinen Wanderungen zusammen und ist kurz Folgendes: Während uns von sehr vielen Fischen bekannt ist, daß sie, um zu laichen, aus dem Meere die Flüsse hinaufgehen und daß alsdann später ihre junge Brut die Flüsse wieder hinab in’s Meer steigt, findet beim Aal gerade das Umgekehrte statt. Zur Herbsteszeit sieht man nämlich an den Mündungen der Ströme die großen ausgewachsenen Aale in oft ungeheuren Schaaren aus den Flüssen in’s Meer hinauswandern. Es findet diese Wanderung gewöhnlich nur bei stürmischer regnerischer Witterung und des Nachts statt; am Tage halten sich die Aale auf dem Grunde im Schlamme verborgen. Diese Auswanderung der erwachsenen Aale, von den Italienern die „Calata“ genannt, wird, da sie den Fischern bereits seit Jahrhunderten bekannt ist, überall an den Strommündungen unter besonderen Vorkehrungen zum Aalfang benutzt. Spallanzani, ein berühmter italienischer Naturforscher des vorigen Jahrhunderts, erzählt, daß in den Lagunen von Comaccio während einer einzigen solchen Wandernacht mehrere hundert Centner Aale gefangen wurden. Von demselben Beobachter wurde an dem genannten Orte während dreier aufeinander folgender Jahre diese „Calata“ benutzt, um sich über die Geschlechtsverhältnisse der Aale näheren Aufschluß zu verschaffen, ohne daß es ihm indeß gelungen wäre, den berühmten Streit über die Fortpflanzungsweise der Aale auch nur um einen Schritt der Entscheidung näher zu bringen.

Daß die so in’s Meer gewanderten Aale wirklich im Meere laichen, darüber kann kein Zweifel sein, da ihr Fortpflanzungsproduct, die junge Aalbrut, in dem darauf folgenden Frühjahr zu Milliarden aus dem Meere hinaus- und in die Mündungen der süßen Gewässer eintritt. Diese Wanderung der jungen Aale nun, deren Größe um diese Zeit etwa der eines zwei Zoll langen dünnen Bindfadens gleichkommt, die Flüsse hinauf, bis in die vom Meere oft Hunderte von Meilen entfernten Bäche, Seen und Teiche hinein, bildet eine der wunderbarsten Erscheinungen, die man in dem Leben der Fische und der Thiere überhaupt kennt.

Karl Vogt erzählt, daß in Frankreich diese jungen Aale bei ihrer Wanderung in den Flüssen oft compacte Massen bilden, die man mit Sieben und Bottichen ausschöpft und gewöhnlich, so wie sie sind, mit Eiern als Pfannkuchen gebacken verspeist. Ein französischer Beobachter berichtet, daß ein solcher Zug oft fünfzehn Tage lang, ohne eine Unterbrechung zu zeigen, die Rhone hinaufgezogen sei. Diese kleinen unscheinbaren Thierchen überwinden bei dieser Wanderung die erstaunlichsten Hindernisse. Der Engländer Davy meldet von einer in Irland beobachteten Aalbrutwanderung Folgendes: „Ich befand mich gegen Ende Juli zu Ballyshannon an der Mündung des Flusses, der die ganzen vorigen Monate her hohes Wasser gehabt hatte. Da, wo er seinen Fall macht, war er ganz schwarz von Millionen kleiner, etwa fingerlanger Aale, die fortwährend den nassen Felsen an den Ufern des Wasserfalls zu erklimmen suchten. Sie kamen dabei zu Tausenden um, aber die feuchten, schlüpfrigen Körper der Todten dienten den übrigen gleichsam zur Leiter, um ihren Weg fortzusetzen; ich sah sie sogar senkrechte Felsen erklimmen; sie wanden sich durch das feuchte Moos oder hielten sich an die Körper anderer an, die bei dem Versuche ihren Tod gefunden hatten. Ihre Ausdauer war so groß, daß sie in ungeheuren Mengen ihren Weg bis zum Loch Erne erzwangen.“

Bemerken wir zu diesem wunderbaren Wanderungstrieb noch, daß auf dieselbe Weise diese jungen Aale bei ihrer Flußaufwanderung sogar den mächtigen Rheinfall bei Schaffhausen zu überwinden vermögen und so in den Bodensee gelangen; ferner, daß die alten in’s Meer gewanderten Aale niemals in die Flüsse zurückkehren und es gleichwohl noch nicht gelungen ist, einen derselben im Meere wieder aufzufangen, so daß wir gar nicht wissen, was aus ihnen wird, und fügen wir endlich noch die Thatsache hinzu, daß in dem ganzen Gebiet der Donau mit allen ihren Nebenflüssen kein einziger Aal angetroffen wird,[3] während in allen, oft ganz dicht benachbarten Seen und Flüssen, die mit den Strömen der Nord- und Ostsee in Verbindung stehen, Aale zu Tausenden gefangen werden: so sind das gewiß eine solche Menge von Räthseln in der Lebensgeschichte eines einzigen und noch dazu so bekannten Thieres, daß ihre endgültige Lösung mehr als einen Naturforscher glücklich machen könnte.




  1. Diese Angabe wird von anderen Beobachtern als Erfindung verworfen. Das bloße Schnellen ihres musculösen Schwanzes, wobei die Fische sonst in ihrer Lage bleiben, muß dieselbe Wirkung hervorbringen.
  2. Rathke bestätigte nämlich durch seine Entdeckung die schon früher behauptete, aber nicht bewiesene Thatsache, daß die beiden manschettenförmigen Blätter, welche sich am ganzen Rücken der Leibeshöhle des Aales herabziehen, und bis dahin für bloße Fettschichten gehalten worden waren, die Eierstöcke dieses räthselhaften Fisches seien, indem es ihm gelang, zwischen den Fettzellen dieser Organe die eigentlichen Eier, obgleich von außerordentlicher Kleinheit, nachzuweisen.
  3. Auch der dreistachlige Stichling fehlt übrigens im Flußgebiet der Donau gänzlich.