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Augsburg (Ringelnatz)

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Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Augsburg
Untertitel:
aus: Reisebriefe eines Artisten, S. 127
Herausgeber:
Auflage: 5.–9. Tausend
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1928 (EA 1927)
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[127]
AUGSBURG


Ich bin da im Weißen Lamm
Abgestiegen.
Leider ließ ich im Zug deinen schönen, neuen Schwamm
Liegen.

5
Mir bleibt nichts verschont.

Hier hat auch Goethe gewohnt –
Wollte sagen „erspart“. –

Augsburg hat doch seine Art;
Besonders wenn Markt ist, und Zwiebeln, verhutzelte Weiblein

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Und Butter und Gänse auf steinaltem Pflaster sich tummeln.


Dort, wo früher Hasen- und Hundemarkt war,
Schreib ich diesen Brief. Eine wunderliche
Ganz enge Kneipe – Marktleute – Kupferstiche –
Nur Schnäpse –

15
Verzeih, mir ist nicht ganz klar,

Aber sonderbar.
Schade nur um den herrlichen Schwamm!
Die ihn finden, die freun sich.

Auf der Reise nach Italien 1790.

20
Es lebe Goethe! Das Lamm! Und der Schwamm!

Ach was! Schwamm drüber! Punktum Streusand!
Prosit: es lebe Neuseeland.