Zum Inhalt springen

Aufruf für Edmund Stubenrauch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Aufruf für Edmund Stubenrauch
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 24, S. 770
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Vgl. literaturportal-bayern.de
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
unkorrigiert
Dieser Text wurde noch nicht Korrektur gelesen. Allgemeine Hinweise dazu findest du bei den Erklärungen über Bearbeitungsstände.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[770] Aufruf für Edmund Stubenrauch. Ein tragisches Geschick hat den bekannten thüringer Volksdichter Edmund Stubenrauch in Hellingen im Herzogtum Koburg ereilt. Der Poet, der den Pflug besang, mit dem er seine Heimaterde bestellte, den Bach, an dem er nach heißem Mühen träumend rastete, die Sterne, die ihm auf dem Heimweg erstrahlten, und den Nachtwind, der ihm geheimnisvolle Märchen zuflüsterte, hat jetzt Abschied nehmen müssen von allem, was so lebensvoll zu ihm sprach, was er durch die Macht seines quellfrischen dichterischen Gemüts beseelte. Zu lange war Frau Sorge seine Begleiterin gewesen; sie entwand ihm die Laute und umringte ihn mit den schwarzen Schatten, von denen jetzt sein kranker Geist sich verfolgt wähnt. So ist ein Poet aus der Reihe der Schaffenden gedrängt worden, den die Kritik nach seiner letzten verheißungsvollen Gabe „Pflug und Laute“ (Verlag von Baumert u. Ronge in Großenhain) als einen wahren Volksdichter, bei dem größte Innigkeit mit markiger Kraft sich verschmolz, feierte, und so ist ein Mann im Staub der Straße verschmachtet, ehe er für die Zukunft der Seinen zu sorgen vermochte. Sein Gütchen seinem heranwachsenden Sohne zu erhalten, bildet jetzt die Sorge seiner Frau und seiner Freunde. Wer dazu helfen will – und gewiß werden sich im Leserkreise der „Gartenlaube“ viele finden, die nicht ohne innere Anteilnahme von diesem düsteren Poetenlos hören und zu einem Liebeswerk beitragen wollen – sende sein Scherflein an die Kasse der Koburg-Gothaischen Kreditgesellschaft in Koburg, von der die gesammelten Spenden der Frau Stubenrauch eingehändigt werden sollen.