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An meine Eltern

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Textdaten
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Autor: Johann Baptist von Alxinger
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Titel: An meine Eltern
Untertitel:
aus: Gedichte S. 8–10
Herausgeber: Friedrich Just Riedel
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1780
Verlag: Johann Jacob Gebauer
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Erscheinungsort: Halle
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Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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fertig
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[8] An meine Eltern.

Ihr, die Jehovahs: Sterbet! aus dem Kreise
Der Zeitlichkeit mir allzufrüh entrückt,
Ihr, die ihr nun nach guter Engel Weise
Auf mich herniederblickt.

5
     Mein Vater, du, den ich nur angestammelt,

O Dank für deine wache Zärtlichkeit,
Die mir mit Blumen, mühsam eingesammelt,
Des Lebens Bahn bestreut.

     Du starbst, kein Arzt, kein Flehen konte wehren

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Dem kläglichen, dem schleunigen Verlust;

Ich weint’ um dich, doch war der Werth der Zähren
Mir damals unbewußt.

     Von dir erst hab’ ich diesen Werth gelernet,
Du, die mir Mutter, Freundin, Alles war;

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Die oft mein Ohr verschloß, mein Aug entfernet

Von reitzender Gefahr.

[9]      Die mich gelehrt schon in der frühsten Jugend
Ein Feind vom Aberglaub’ und falschen Schein,
Ein Hasser einer mürrischstrengen Tugend,

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Sanft, und ein Christ zu seyn.


     Oft steh’ ich da vor deinem Bild’, und weine,
Daß meine süsse Freundin mich verließ,
O daß mein Herz, so zärtlich, als das deine,
Mir früh der Tod entriß.

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     O dir entriß er nichts – dir ward ein Leben,

Durchstrahlet von dem Glanz des Ewigen;
Doch wirst du noch, von Seraphim umgeben,
Auf meine Thaten sehn.

     Wirst, schmeichl’ ich mir, mit meines Glückes Gründung

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Noch mütterlich, wie hier, beschäftigt seyn,

Beschäftigt jede Regung, jed’ Empfindung
Der Tugend ganz zu weihn.

[10]      Wirst, wenn ich thöricht falsche Wege wandle,
Bestrafen meine stolze Sicherheit;

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Wirst doppelt fühlen, wenn ich edel handle,

Des Himmels Seligkeit.

     Und schliche je, kaum wag’ ich es zu denken,
Sich Niedrigkeit in dieses Herz hinein;
So wird die Furcht, Geliebte, dich zu kränken,

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Mein zweyter Schutzgeist seyn.