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Abschied am Grabe

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Textdaten
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Autor: Die Redaktion
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Titel: Abschied am Grabe
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 17, S. 289
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1878
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[289] Abschied am Grabe. Wir haben bei den Mittheilungen über die Trauerfeier und Bestattung unseres unvergeßlichen Ernst Keil des letzten Liedes von Gustav von Meyern gedacht, das an den Gräbern der beiden Männer gesungen wurde. Wenn wir im Folgenden die anspruchslosen Strophen wiedergeben, so kommen wir damit den uns in zahlreichen Briefen ausgesprochenen Wünschen unserer Leser gern nach. Das Lied lautet:

Lebe wohl in schön’rer Welt,
Theure Seele, die entschwunden!
Unser Herz bleibt doch verbunden,
Wenn der Leib dem Tod verfällt. –
Lebe wohl, lebe wohl in schön’rer Welt!

Lebe wohl, Du treues Herz,
Das so warm für uns geschlagen!
Ach, wir Armen steh’n und klagen,
Suchen Trost in uns’rem Schmerz. –
Lebe wohl, lebe wohl in schön’rer Welt!

Lebe wohl! Aus schön’rer Welt
Neige Dich zu uns hernieder:
„Was sich liebt, das sieht sich wieder“
Rufst Du uns vom Sternenzelt. –
Lebe wohl, lebe wohl in schön’rer Welt!

Was die von so vielen Seiten gewünschte Wiedergabe der ergreifenden Rede betrifft, welche Albert Traeger über dem Sarge Ernst Keil’s gesprochen, so hat der Dichter es leider für unmöglich erklärt, diese oratorischen Eingebungen des Augenblicks nachträglich aus dem Gedächtniß wiederherzustellen und können wir daher den Wünschen unserer Leser nicht entsprechen. Die uns noch fortwährend aus allen Kreisen des Publicums zugehenden Bezeugungen inniger Theilnahme an dem Hingange unseres verehrten Chefs und Freundes sind uns ein wahrer Trost in der Trauer um den theueren Todten, und sprechen wir hier wiederholt unsern Dank für die Beweise treuer Anhänglichkeit aus, die man ihm gezollt hat und die man so freundlich auf uns zu übertragen verspricht. D. Red.