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Seite:De Zimmerische Chronik 1 236.jpg

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Es ist aber domals einer von Kinigsegk, genannt Marquart, landtchomenthur teutschordens in Elsäs und der Mainaw gewesen, der hat sich der vier fuder zehendtweins, so vorhin von herr Hainrichen von Eisenburg abkünt

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worden, underzogen und die herrn Johannsen von Zimbern nit verfolgen lassen wellen, von wegen das ain ieder chometer in der Mainaw und der stift Costanz [A108b] den mererthail des zehendes zu Überlingen von dem hus Österreich, des aigenthumb er ist, inhaben, und der landtchomenthur

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aus seinem thail des zehendes herrn Johannsen von Zimbern die sibenthalb fuoder zehendtweins jerlichen geben mueste etc., welcher sie im lieber selbs behalten. Als nu herr Johanns von Zimbern und der landtchomenthur derhalben spennig, haben sie Hannsen Gremblichen,

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burgermaistern zu Pfullendorf, zu ainem gemainen obman erpeten und im als beisitz herrn Hannsen von Stadion, ritter, Hainrichen, vogt zu Someraw, Dieterichen vom Stain zu Clingenstain, Ulrichen von Hornstain zu Büttelschieß und andere mere, sie güetlich zu vertragen, zugeben. Also nach

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vilfaltiger verhöre, rede und widerrede, haben gedachter obman und seine beisitz erkennt, das der landtchomenthur herrn Johannsen von Zimbern und dessen erben bei iren pfandtbriefen und gepreuchlichem inhaben bleiben, auch im die gült hinfüro verfolgen lassen solle, bei dem es auch hernach

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beliben ist. Anno ain tausendt dreihundert fünfundachtzige haben priorin und convent des closters Minsterlingen bei Costanz herrn Johannsen freiherren von Zimbern, auch seinen erben und nachkomen, die vogtei des dorfs Wauggershofen

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übergeben. Ungevärlich fünf jar vor disem hat graf Friderrich von Zollern, der die herschaft Schalzburg sampt Balingen und deren zugehörden ingehapt, herrn Schweiggern freiherrn von Gundelfingen, rittern, das schloß Brunnen mit sampt seinen

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dörfern [A109a] zu kaufen geben oder doch zum wenigisten verpfendt. Hernach anno domini ain tausendt drewhundert neunundachtzige hat obgenannter herr Schweiggart von Gundelfingen seiner schwester son, herrn Johannsen freiherrn von Zimbern, zu bemeltem schlos Brunnen zu ainem

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gemainer genomen, darauf er von gedachtem herrn Johannsen von Zimbern etlich hundert ungerisch ducaten emphangen, dergestalt das herr Johans sein offnung in gemeltem schlos,

Empfohlene Zitierweise:
Froben Christoph von Zimmern: Zimmerische Chronik. Band I. Herausgegeben von Karl August Barack. Akademische Verlagsbuchhandlung von J. C. B. Mohr, Freiburg, Tübingen 1881, Seite 236. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Zimmerische_Chronik_1_236.jpg&oldid=- (Version vom 12.4.2018)