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Seite:DE CDA 5 255.jpg

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312.

1400. Mai 10. Arnd von Jerxheim zu Hadmersleben verkauft in Gemeinschaft mit seiner Ehefrau und seinen Söhnen dem Stifte Gernrode eine Hufe Landes sowie verschiedene Güter und Einkünfte zu Alickendorf.

Ik Arnt von Jerksim, wonhaftich to Hadmersleve, unde Herle myn elike husfrowe, Hennig unde Herman myne sone, we bekennen openbar in disme iegenwerdigen brive alle den, dy on seen edder horn lesen, dat wie endrechticliken mit guden willen unde mit vorbedachten můde hebben vorkoft unde vorkopen den erwerdigen frowen Alheiden ebdischen, Bertraden provestinne unde deme capittel gemeyne des werliken stichtis to Gernrode eyne huve landes op deme velde to Alkendorp, in iowelkeme velde achte morgen, unde alle dat, dat darto gehoret, vor achte Brandenburche mark, dy uns wul unde al unde wol betalet sin. Vortmer hebbe wie vorkoft densulven ergenanten frowen unde orme goddeshus eyne halve huve unde eynen frien hoff unde dre ferdingh geldes Brandenburcher werunge op demeselven velde to Alkendorp mit aller tobehoringe vor teyn Brandenburche mark, de uns wul unde wol betalet sin. Dersulven dre ferdinghe schullen de forgenanten frowen hebben achteyn Schillinge an eynem bomgarde unde an dem huse, dat daroppe steyt, eynen halven Brandeborchen ferdingh an eyner halven hůve, dede Lippolt hed, eynen halven Brandenburchen ferdingh von eyner halven hůve, de Kortpil hed, eyn Brandenburch lot von eynem ferndel, dat Ludeke Blumen hed, unde eynen Schilling penninge van sinem hove Hinric Jacobs, twe hůnre von Hans Schilen hove, eyn hůn von eynem hove, dar Santersleve oppe gewesen hadde. Disse vorscrevene huve unde hove, de we unde de unsen eldern von deme ergenanten goddeshuse to Gernrode to lene hebben gehat, der vertige wie Amt, Herle, Hennig unde Herman, unse sone, unde al unse rechte erven leen unde were unde alle des rechten, dat we unde unse rechten erven had hebben an den vorgenanten guderen edder daran mochten hebben in tokomenen tiden. To eyner orkunde unde mer wissenheit disser vorscrevenen dingh stede unde gancz to haldenne ane allerleye arghelist, so hebbe yk Amt von Jerksim dissen brief besegelt geven mit mynem angehengden ingesegel, de gegeven is na Goddis bort veirteinhundert, des mandages na dem sondige, wen me singet Jubilate.

Aus dem Original im Haus- und Staatsarchive zu Zerbst, mit dem an einem Pergamentbande anhängenden Siegel des Ausstellers (Schild mit einem einer Scheere ähnelnden Gegenstande).

313.

1400. Mai 30. Frankfurt. Die vier Rheinischen Kurfürsten und Herzog (Kurfürst) Rudolf III von Sachsen verbünden sich zur Wahl eines neuen Römischen Königs mit den Herzögen Friedrich und Bernhard von Braunschweig, dem Herzoge Albrecht von Sachsen und dem Fürsten Sigismund I von Anhalt.

Wir von Gotz gnaden Johan des heiligen stoels zů Mentze ertzbisschoff, des heiligen Roemschen riichs in Duytschen landen ertzcanceller, Friederich der heiligin kirchen

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380-1400.. Dessau: Emil Barth, 1881, Seite 255. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_5_255.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)