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Seite:DE CDA 5 221.jpg

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in Gote vetere und herren hern Ernste bischoff czu Halberstat und sust unse herren dy bischoffe, dy in unsen landen und herschafften gesessen syn, dy hochgeborn fursten hern Joste marcgraven zcu Brandenburg unsen liebin swager mit der marke zcu Bran- denburg, hern Hermann lantgrafin zcu Hessin unsen liebin ohemen und bruder, hern Balthazar lantgrafin zcu Doringin etc. unsen bruder und hern Frederich synen son, hern Frederiche, Wilhelm und Jorgin marcgrafin zcu Miessen etc. unse lieben vettern, hern Rudolff, Albrecht und Wenczlawen herczogin zcu Sachsen etc. und alle von Anhalt unse liebin ohemen, alle unse gesellen von der hasen und alle unse manne und undersessen und alle andere, dy uns von rechte geboren zcu vorteydingen, keyn den wir uns keyns vorbynden. ---

Datum anno Domini m°.cccv.xcvij, die dominica Quasimodogeniti.

Aua dem Copiaibuche (manuale) des Erzbischofs Albrecht IV von Magdeburg (no. XLI) im dortigen Staatsarchive. Das cursiv Gedruckte ist im Mspt. durch etc. angedeutet.

266.

1397. Juni 29. Der Prior Dietrich des Augustinerklosters zu Zerbst nimmt die dortige Genossenschaft der Schützen in die Brüderschaft seines Ordens auf.

In Godes namen amen. Ek bruder Dyderik prior tho Cerzwist in dem nyghen clostere des orden synte Augustin bekenne openbar in deseme ieghenwerdeghen breve vor allen, de den sen eder hören lesen, dat tho eme love unde erbarricheyt allen des hylghen lychames Jhesu Christi unde des hilghen mertelers sente Sebastians unde ok dorch innegheyt unde begheringhe willen der erbaren lüde Jacob Molner, Arnt Smet, Claus Mychels, Hans Strach, dede nu meyster syn der scutten, unde alle de, de dar in der zelscop der scutten tho Cerzwist, de hebbe ek envanghen in de broderscop des orden sunte Augustin unde do en deleftech alle missen unde vilghen unde vasten unde bede unde aller gude werk, dene God gyft von syner gnade weghen den brüderen tho Cerzwist. Unde ok so bekenne ek, dat we willen twe dechnisse began alle iar vor de, de ek hebbe in de broderscap entfanghen: de erste scal syn in sünte Sebastians avende met vigilien, in sunte Sebastianus daghe met missen : de erste misse de scal syn von dem hilghen mertelere sunte Sebastians, de andere misse ene selemisse, unde dartho scüllen se bernen dre barlicht1. De andere dechnisse de scal wesen ope den dach, alze de scutten tho Cerzwist den papeghoghen2 sceten, des avendes myt vigilien, des anderen daghes myt selemissen, unde tho dem dechnisse scöllen ze altemale ieghenwardich syn, ze syn man oder vrowen, de in der broderscap syn, unde scullen bidden vor alle ker- stenzele unde de dar in der broderscap ghesturven syn. Unde ok sunderliken, we dar stervet in der broderscap der scutten, dat uns tho weten wert van den meysteren der scutten, zo wille we des avendes vigilien halden unde des anderen daghes selemissen rechte, alze we unsen bröderen don unses orden. Tho aller disser dechnisse scal me bernen der scutten barlicht1. Tho eyner tuchnisse desser vorbescrevenen dynk zo hebbe ek bezeghelt dissen ieghenwerdeghen bref met des priors inghezeghel des orden sünte Augustin tho Cerzwist.

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380-1400.. Dessau: Emil Barth, 1881, Seite 221. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_5_221.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)