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Seite:DE CDA 5 220.jpg

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gismeistere und bürgere gemeyne by allen den gnaden, fryheiten unde gerechtekeiten laesen unde behalden in aller maze, alsie unser lieben eidern seligen an uns gebrocht, gelaesen unde getan haben, unde wir wellen sie getruwelich beschutczen, beschermen, befreden unde vortedingen gein manneglich in allen Sachen, wo und wenne en des not geschiet, so wir allerbest kunnen und mögen, ane geverde und ane allerleie arge- list. Und di genanten ratmannen, scheppen, innungismeistere und bürgere gemeine unser stat Cerwest sullen unser und unser erben getruwe, holde und erbeburgere sien und bliben und sich nymmerme in unser herschafft und friheit, eigenthum und gerech- tekeit setczen noch werren noch in keinen wies sich daran vorgriefen ane geverde unde ane allerleie argelist. Dorczu so sal disser geinwertige briff und disse eynunge unschedelich sien allen den briven, di unser lieben eidern seligen und wir vormals mit unser stat Cerwest ratmannen unde burgern gemeine doselbt zcu Cerwest under enander und under uns beidersiet gegeben und getan haben: di sullen hirmit unvorbrochen und ungeergert bliben. Disser Sachen sint geczuge: di gestrengen rittere er Albrecht von Isenburg, er Ghere Direken, er Wiprecht von Cerwest, er Gerhard Gruban, und di tüchtigen knechte Andreas Schulte, Henning Gruban, .Rudolff von Cerwest, und vil an- der guter und bederbe leuthe. Alle disse stucke und artikele globen wir erstgenanter furste grave Segemund und unser erben stete und gancz zcu halden in guten truwen ane allerleie argelist, unde des zcu eynem waren Urkunde so haben wir vor uns und vor unser erben unser ingesegel wissentlich mit guten willen heisen hengen an dissen briff, der gegeben ist noch Gotes gebort driczehnhundert iar in deme sebenundneuntzegisten iare, am nehsten sunnabende vor dem suntage in der mitfasten, als man singet Letare Jerusalem etc.

Aus dem Original im Stadtarchive zu Zerbst, mit dem an einem Pergamentbande anhän- genden Wappensiegel des Ausstellers (17. Taf. III. 6). — Gedr: Beckmann Rist. d. F. Anhalt 1. 281; Kindscher Urkdnsamml. zur Gesch. v. Anhalt 146—146 zum 30 März.— 7ergl. no. 265.

265.

1397. April 29. Markgraf Wilhelm von Meissen verbündet sich unter Ausschluss sämmtlicher Fürsten von Anhalt mit dem Erzbischofe Albrecht IV von Magdeburg.

Wir Wilhelm von der gnade Gotis marcgrave eu Missen und lantgrafe in Düringen bekennen--, daz wir mit gutem vorrate, wissen und willen und nach rate unses rates, hern und mannen, durch fredez und merklichez nuczes und fromen willen, den wir darynne erkennen und erkant habin, uns mit allen unsen landen und luthen mit dem erwerdigin unsem liebin herren und frund ern Albrechte erczbischof zu Madgeburg voreynet und vorbunden und uns zu ym gethan habin, alldywyle wir leben, und vor- eynen und vorbynden uns zcu ym mit dessem bryff, alz daz wir ym getruwelich be- hulfin und bestendig syn sullen und wollen mit landen und luthen wider ydermelchem ---. Us desser eynung und buntnisse nemen und czyhen wir den allererluchsten fursten unsen gnedigen herren hern Wenczlawen Romischen konig etc., dy erwerdigin

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380-1400.. Dessau: Emil Barth, 1881, Seite 220. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_5_220.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)