Zum Inhalt springen

Seite:DE CDA 5 208.jpg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Diese Seite wurde noch nicht korrekturgelesen. Allgemeine Hinweise dazu findest du auf dieser Seite.

gheystlich unde werltlich, unde ere armen lüde unde ghuder vordedingen, vorderen, schütten unde beschermen, so we allertruwelikest kunnen unde moghen, wür unde wanne se des bedorven, unde one helpen unde raden unde in allen eren noden bybe- stan, geystlich unde werltlich. To orkunde desses breves, dat we dyt truweliken stede unde gans holden willen, so have we alle vorgheschreven unse ingheseghel witliken myd gudem willen ghehenget laten an dessen bref, de ghegheven is na Goddes bort dret- teynhundert iar in deme sesundeneghenteghesten iare, an sunte Mertens avende.

Aus dem Original im Staatsarchive eu Magdeburg, mit vier an Pergamentbändern anhän- genden Siegeln: o) des Ausstellers, b) ein beschädigtes Barbyer Siegel, c) des Halber- städter Dompropstes Albrecht von Wernigerode, d) des Grafen Konrad von Wernigerode, ein fünftes Siegel ist abgefallen. — 1. Hier ist im Original eine Lücke von viertehalb Zeilen gelassen.

253.

1396. December 30. Aken. Erzbischof Albrecht IV von Magdeburg und Fürst Bernhard V von Anhalt vergleichen die Irrungen zwischen den Fürsten Sigismund I und Albrecht IV von Anhalt.

Wir Albrecht von Gotes gnaden des stules zcu Rome unde der heiligen kirchen zcu Meidenburg erczbisschoff unde Bernt von Gotis gnaden furste zcu Anhallt und grave von Asschanien bekennen offenlich in dissem brive, das wir czwischen den hochgeborn fursten und hern von Anhallt graven Segemunde unde graven Albrechte mit iren wis- sen, willen unde ganczen fulbort getedinget haben in aller mase, als hirnach geschreben stet: czum ersten also, das alle czwitracht unde uffstoze an beiden sieten, welcherleie dy gewest syn, genczlich hingeleget unde abesyn sullen, als sy das beidersieten in guten truwen globet haben, und irer eyn sal deme andern getruwelichen zcu legen, raten unde behulffen syn ane geverde, wen en des not geschiet. Ouch so sal der vor- genante grave Segemund graven Albrecht, sinem brudere, genczlichen dy moele zcu Dessow laesen mit allem nuctze unde zcugehorungen, üsgenomen achtezehn lechse, dy man graven Segemunde io des iares czwischen vastnachten unde pfingesten reichen sulle, ab sy gefangen werden. Ouch so sal der vorgenante grave Segemund zehn marg geldes ierlicher gulde graven Albrechte, sinem brudere, von deme rathuse zcu Terwest volgen lasen unde grave Albrecht sal graven Segemunde in keyner wies in Cerwest sprechen adir hindern, das deme vorgenanten graven Segemunde zcu schaden ader zcu Unwillen komen mochte, sunder er sal sich doran genczlich genügen laesen zcu den slossen, landen unde luten, dy er vor ynnegehabet hat unde em zcu geböte steen, als Dessow, Kothen und Luppene, unde was ouch der manschafft und bürgere in deme lande an graven Albrechte noch nicht gewiset weren, dy sal grave Segemund von stad an an en wiesen ane geverde. Desselbenglich sal grave Albrecht weder thun zcu Cerwest, Coswig und Rossla, und dy sullen in beiden landen holdunge thun graven Segemunde, graven Albrechte und iren rechten erben, als das vor gewonlich gewest ist. Ouch so sal grave Albrecht egenanter geistliche und werltliche lehn lyen unde thuen, dy zcu den slos- sen gehören, dy er ynnehat. Desselbenglich sal grave Segemund geistlik und werltliche

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380-1400.. Dessau: Emil Barth, 1881, Seite 208. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_5_208.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)