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Seite:DE CDA 5 204.jpg

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246.

1396. Juli 20. Heidenreich Dilnaw stellt dem Fürsten Otto III von Anhalt über sechszehn Mark aus seiner Vogtei eine Quittung aus.

Ich Heidenrich Dilnaw und myne erven bekennen oAmtlich in dissem keginwertigen briffe und thün kunt alle den, dy on sien adir hören lesin, das uns der hochgeborne grave Otte furste zu Anhalt, unser liebir gnedigir herre, gebin und beczalt hat sesczen mark von dem gelde, das her uns von unser voidighe schuldig ist, und segen en der ledig und los an aliis geverde und argelist. Des zu eyme rechten bekentnisse zo habe ich Heidenrich ergenant myn ingesegel innewendig an dissin briff lassin drucken, dy gebin ist noch Godis gebort driczenhundert iar darnoch in dem seszeundnunczigesten iare, des dunnerstages vor Marie Magdalene.

Aus dem Original auf Papier im Haus- und Staatsarchive tu Zerbst: von dem inwendig aufgedruckten Papiersiegel ist nichts mehr tu erkennen.

247.

1396. Juli 24. Der Provincial Dietrich und der Convent des Augustiner-Eremitenklosters zu Zerbst bekennen, von den Rathsherren daselbst eine kleine aus Nedlitz stammende Glocke geliehen erhalten zu haben.

Wy her Diderik provincial, her Diderik prior unde dy gantze kovent des klosters sancti Augustini eyn orden der eremiten tu Cerwest bekennen in disme open brive vor al den, dy en syen ader hören lesen, dat uns dy ersamen wisen ratheren tu Cerwest hebben eyne cleyne clocke geleghen, unde dysulve wart mit eyner groter van Nedelitz gehalet. Wen dy vorgenanten ratheren dy clocke van uns wedder willen hebben, so Scholen sy uns dat vyrteynacht tovorne wethen lathen, so schole wi unde willen den ratheren dy clocke unvortogert unde sunder allerleige argelist wedderantwerden. Wyr et dat wy vorgenante provincial, prior unde gantze covent den vakegenanten rat- heren dy clocke bynnen den vyrteynachten nicht en antwerden, alzo vor gescreven steyt, so Scholen unde mögen dy ratheren dy macht hebben, sylven dy clocke1 weder- tuhalen ane unser aller wederrede unde geverde. Dysse vorgescreven stucke unde articlen love wy her Thiderik provincial, her Thiderik prior unde dy2 gantze kovent des closters sancti Augustini tu Cerwist gantz, stede unde vast ,tu halden ane argelist. Tu orkunde so hebbe wy en dyssen open bryff gegeven mit des provincialis unde des ko- ventes ingesegele besegelt, dy gegeven is na Christi gebort dritteynhundert iar dorna in deme seesundenegentigesten iare, an sinte Jacobes avende des hylgen apostels.

Aus dem Original im Stadtarchive tu Zerbst, von den beiden Siegeln hängt nur das nicht ganz gut erhaltene Conventssiegel noch an einem Pergamentbande an. — 1. Orig: cocke. — 2. Fehlt im Orig.

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus. Fünfter Theil. 1380-1400.. Dessau: Emil Barth, 1881, Seite 204. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_5_204.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)