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Seite:DE CDA 4 187.jpg

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282.

1362. November 22. Die Schöffen von Zerbst über die bei einer etwaigen Erledigung vorzunehmende Wiederverleihung des von ihnen aus dem Vermögen Solomons Morditz gestifteten Andreasaltares in der Nicolaikirche zu Zerbst.

Witlike sye alle den, dy dissen brif ansin oder horen, dat wye schepene der stat tu Cerwist Willeken Daghevir, Thyle von Strinum, Heyne Grote, Hans Wrihere, Tyle Morditz unde Tyle Budeler ghewillekoret unde gensliken mit vorbedachten mude unde mit ghuden willen overeynghedraghen hebben, dat wye sunte Andreas altar, dat wy ghebuwet hebben in der nygen cappellen in sunte Nyclawes kerke mit Salmon Morditz almesen unde mit syneme ghude bewedemet hebben, deme Got ghnade, wen it los wirt, nymande dorch live noch maghschap noch gave noch ere noch dorch vorchte noch dinste lyen willen noch en scholen, wen wye unde unse navolghere willen unde scolen it eyneme armen bederven unde unbesproken pristere oder schulre lutterlike dorch unsen herren Got vorlyen. Tu eyner orkunde, dat wy dessen wilkor unde overendracht vaste unde stede halden willen unde dat he von unsen navolgheren nicht ghebroken en werde, hebbe wye en islik sin ingheseghel an dissen brif ghehanghen. Na Godes ghebort dritteynhundert iar in deme tweundsestigesten iare, des negesten dinsdaghes na sunte Elyzabeten daghe.

Aus dem Original im Stadtarchive zu Zerbst: an Pergamentbändern haben sechs Siegel angehangen, von denen jedoch das erste, dasjenige Willekens Dagevir, verschwunden ist. Die übrigen hängen noch in folgender Ordnung an: a) Tiles von Strynum (Schild mit ewei halben Lilien oder Lanzenspitzen; Umschrift: S'. Tiderici De Strinum); 6) Hei- nes Grote (Schild mit Helm und offenem Fluge, in dessen Mitte ein Stern: Umschrift: S' Henrici Grote); c) Hans Friheres (im Schilde ein Zweig oder Blatt mit ewei daran hängenden Früchten [Eicheln?]; Umschrift: S'. Johannis Vriheren); d) Tiles Morditz (längsgetheilter Schild, rechts drei eu 2. 1. gestellte Sterne, links eine undeutliche Figur; Umschrift: S'. Tile « De« Modis.); e) Tiles Budeler (Schild mit einem T, in den Winkeln der Arme je ein Stern, darüber eine Krone; Umschrift: S' . Thyderici . Budeleri.).

283.

1362. December 15. Tangermünde. Mehrere Bischöfe und Fürsten sowie auch die Grafen Albrecht und Günther zu Lindau schliessen zum Schutze ihrer Länder einen Landfrieden.

Wir Dietrich von den gnaden Gotis und des heiligen stules zu Rôme erzebischoff zu Meideburg, Dyterich und Borghard bischofe zu Brandemburg und zu Havelberge, Ludewig und Otte gebrudere margrafen zu Brandemburg und zu Lusitz, des heiligin Romischin riches obriste kamerer, pfallenzgrafen by Ryne und herzogen in Beyirn, Rudolff herzog zu Sachsen, des heiligen Romischin richs erzmarschalk, Albrecht und

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus/Band 4. Dessau: Emil Barth, 1879, Seite 187. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_4_187.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)