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Seite:DE CDA 4 184.jpg

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278.

1362. Juli 17. Fürst Rudolf von Anhalt stellt sich und seinen Bruder Johann II unter die Vormundschaft seines Oheims, des Fürsten Waldemar I von Anhalt.

Wy Rudolf van der gnade Goddis forste tü Anhalt unde greve van Asschanien bekennen openbar in dissim brive, dat wy van unses selves weghen unde van unses bruder weghen, greven Johanses, uns voreynet hebben mit unsern liven vedderen greven Wolderaare dem eldesten also, dat hie unse Vormünder schal sien van stad an unde alse nd tü sente Mychils daghe over dry iar also, dat hie vorestan schal al unse vederlik erve unde unses bruderes greve Johanses bynnen der vorgenanten tid, unde unse ved- dere greve Woldemar schal uns unde unsern brudere volghen laten den toi up der Elve tu Eosswik, unde wat ut der stat unde ut deme lande tü Eosswick van gulde ghevellet bynnen der tid, dat schal uns unde unsern brudere volghen ane hindernisse tfl unser beider terunge ane alse vele, dar man dat hus mit halden mach: vyffundetwintich mark Brandenbursches silveres schal man deme vogede daran* volghen late, die dat hus inne- hebben schal van unses vedderen weghen unde van unser weghen. Were avyr, dat unse veddere ennyghe vesten ader gut vorsetten oder vorliegen müchte dorch dreplikes krighes wille oder des ome unde uns not were, dat schal hie dún na rade der twiger unser man, die wy dartü kisen, äff wy nicht bynnen landes weren, unde anders nicht. Unde dat hüs Eosswik schal hie bynnen disser tid nicht vorsetten. Were ok dat die vesten in der marke van unsern veddere gheloset wurden bynnen der tid, dat ghelt schal unse veddere halden na unsern unde unses bruder rade unde na unser manne rade der twiger, die wy dartü kisen. Alle disse dedinge unde stücke love wy unsem vedderen stede unde gantz tü haldene. Unde wy greve Johans loven unsem vedderen under unses bruder inge^egile dat ok stede unde gantz tü haldene. Tü orkunde hebbe wy dissin briff gheven nä Gods gebort dritteynhündert iar in dem tweiundesestigisten iare, in dem neesten sündaghe vor sente Marie Magdalenen daghe, vorsegilt mit unsem ingesile greve Rudolfs forsten van Anhalt.

Aus dem Original im Haue- und Staatsarchive tu Zerbst: das an einem Pergamentbande angehängt gewesene Siegel ist verschwunden. — Gedr: Klöden Waldemar IV. 435—436 ; darnach Riedel cod dipl. Brand. II. 2. 440—441.

279.

1362. August 2. Die Altstadt Bernburg verkauft einen Vierding und fünf Mark aus ihrem Rathhause an Heinrich Griese zu einer ewigen Spende an die Armen.

Wir Glore Test, Sivert Voit, Jan Smet, Herman Rabus vater, und Conrat Luczig, Eone Kolstock, Hans Voddan, Both Steyne, Jan Smed, Thoma Smedeman scheppen und inniger der Altenstad zu Berneborg bekennen offenbar in dissem brive und thun wis-

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus/Band 4. Dessau: Emil Barth, 1879, Seite 184. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_4_184.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)