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Seite:DE CDA 4 027.jpg

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36.

1352. April 19. Pasewalk. Die Städte Prenzlau, Pasewalk und Templin bevollmächtigen die Fürsten Albrecht II und Waldemar I von Anhalt, hundert Geharnischte zu ihrem Solde anzuwerben.

Wir ratmanne unde bürgere algemeyne zu Prinzlaw, Pozewalk unde Templyn be- kennen, betzughen unde tun kunt allen erbarn unde guten luden, dye dissen brief sehen, horen oder lesen, daz wir dye hochgeborn fursten graven Albrecht unde Woldemar von Anhalt, unse gnedighen beren, gebeten haben unde genzlichen gefulbordt, daz sye winnen' sullen hundert man mit helmen zu yrer hulphe unde unser not, und den wollen wir reden2 und sten vor solt eyn halp iar, ydermanne mit eyme helme vier mark Bran- denbursches Silbers* zu eyme vierteyl iares zu betzalene mit gewande und mit haven* ane vortzoch unde gutlichen5, wenne sye komen zu Prinzlaw, Pozewalk oder zu Templyn. Wur sye danne geleghet oder geschicket werden in8 der stete eyn nach unser lieben heren rate oder irer houbtlûte, so wolle wir yklicheme rotmeystere besundèrn daz vor- brieven mit unsen henghenden ingsiegele, in welcher stad7 hy gelechet wordt mit sinen gesellen, und wollen yn yren solt geben ie zu eyme vierteyl iars, als vor-bescreben ist8, gütlichen9 unde an vortzoch. Zu Urkunde, disse ding stede unde ganz zu haldene, habe wir unse ingesigele henghen lazen an dissem brieve.

Gegeben zu Pozewalk, nah Gots geburt drytzenhundert iar in dem zweyundfunftzigisten iare, an dem nehsten dunrstage10 vor dem suntage, als man singhet: Misericordia Do- mini plena est terra, in der messe.

Aus dem hie und da abgeriebenen aber noch ganz gut leserlichen Original im Haut- und Staatsarchive zu Zerbst: von den drei Siegeln hängen an Pergamentbändern noch an die Siegel der Städte Pasewalk und Templin. Gedr: Klöden Waldemar IV. 396—397,- dar- nach Biedel cod. dipl. Brand. I. 13. 160. — Die Drucke haben: 1. nimmen. — 2. und reden steht zweimal im Orig. — 3. Die Drucke: arse beysteUenz. — 4. haver. — 5. gar- liege. — 6. worden es sey. — 7. in welcher stad steht zweimal im Orig. — 8. Die Druke : was alda bestaben ist. — 9. fehlt in den Dr. — 10. Die Drucke: dinnstage, daher die fal- sche Einreihung bei Biedel im Register zum 17, im Text gar zum 24 April.

37.

1352. Mai 1. Graf Poppo von Blankenburg lässt der Aebtissin von Gernrode drittehalb Hufen Landes zu Rieder auf.

Wy greve Poppe van Blankenborch bekennen openbar in disme iegenwerdighen bryve, dat wy mit willen unser erven vortighen driddehalve höve landes uppe deme velde tû Redere, dy wy hebben tû lene van unser vrowen der ebdischen tû Gerenrode, unde geven sy up in disme iegenwerdighe bryve unde vortighen alle der ansprake, dy wy hebben oder hebben moghen an deme vorghesproken gftde. Tu eme tûghe disser dinghe hebbe wy dissen bryf1 besegelet geven met unseme ingesegele.

Nach Goddes gebort dusent iar dryhundert iar in deme tweyundeveftichsten iare, in sinthe Walborghen daghe.

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Codex diplomaticus Anhaltinus/Band 4. Dessau: Emil Barth, 1879, Seite 27. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_4_027.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)